Wärmepumpen-Rechner
Passt eine Wärmepumpe? In zwei Minuten geklärt
Benötigte Leistung, Eignung Ihrer Heizkörper und Ihre tatsächliche Förderquote – ohne Anruf, ohne Wartezeit. Vom SHK-Meisterbetrieb in Berlin.
Wie viel kW braucht eine Wärmepumpe?
Die Antwort steckt in einer einzigen Zahl: der Heizlast des Gebäudes. Sie beschreibt, wie viel Leistung nötig ist, um alle Räume am kältesten Tag des Jahres warm zu halten. Für Berlin rechnet die Norm mit einer Auslegungstemperatur um minus zwölf Grad Celsius, je nach Lage im Stadtgebiet etwas darüber oder darunter.
Der häufigste Fehler beim Heizungstausch ist, die Leistung des alten Kessels zu übernehmen. Alte Anlagen sind fast durchweg überdimensioniert: Sie wurden großzügig ausgelegt, das Gebäude wurde seither gedämmt, Fenster wurden getauscht. Wer eine 24-kW-Gastherme eins zu eins durch eine 24-kW-Wärmepumpe ersetzt, kauft ein Gerät, das die meiste Zeit takten wird – und das kostet Effizienz und Lebensdauer.
Anhaltswerte nach Baujahr
Ohne Verbrauchsangabe lässt sich die Heizlast über Erfahrungswerte je Quadratmeter abschätzen. Diese Werte gelten für freistehende Einfamilienhäuser; Doppelhaushälften und Reihenhäuser liegen darunter, weil sie weniger Außenfläche haben.
| Baujahr | Spezifische Heizlast | Beispiel 140 m² |
|---|---|---|
| bis 1918 | 150 W/m² | 21 kW |
| 1919 bis 1948 | 140 W/m² | 20 kW |
| 1949 bis 1968 | 130 W/m² | 18 kW |
| 1969 bis 1978 | 115 W/m² | 16 kW |
| 1979 bis 1994 | 90 W/m² | 13 kW |
| 1995 bis 2001 | 70 W/m² | 10 kW |
| 2002 bis 2015 | 55 W/m² | 8 kW |
| ab 2016 | 40 W/m² | 6 kW |
Diese Tabelle ist ein Ausgangspunkt, keine Auslegung. Eine erneuerte Fassade, neue Fenster oder eine gedämmte Kellerdecke senken den Wert deutlich – im Rechner lassen sich die bereits durchgeführten Maßnahmen deshalb ankreuzen.
Warum der Verbrauch die bessere Grundlage ist
Belastbarer als jeder Quadratmeterwert ist Ihr tatsächlicher Verbrauch. Das Verfahren dafür steht in der DIN/TS 12831-1, Abschnitt 7.3 bis 7.5, und es geht in vier Schritten: Der Jahresverbrauch der letzten drei Jahre wird um den Warmwasseranteil bereinigt, mit dem Nutzungsgrad des alten Kessels in Nutzwärme umgerechnet und durch die Vollbenutzungsstunden Ihres Standorts geteilt. Heraus kommt die Gebäudeheizlast in Kilowatt.
Der Unterschied ist keine Kleinigkeit. Zwei Häuser mit identischem Baujahr und gleicher Fläche können sich in der Heizlast um mehrere Kilowatt unterscheiden, weil eines saniert ist und das andere nicht, oder weil im einen zwei und im anderen fünf Personen wohnen. Deshalb fragt der Rechner nach der Heizkostenabrechnung – und weist aus, wie belastbar das Ergebnis ist.
Von der Heizlast zur Geräteklasse
Auf die Gebäudeheizlast kommt der Warmwasserzuschlag. Er hängt an der Personenzahl und daran, ob das Warmwasser überhaupt über die Heizung läuft; gerechnet wird mit rund 30 Litern pro Person und Tag. Aus der Summe folgt die Geräteklasse. Marktübliche Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt es in Stufen von 5, 7, 9, 11, 14, 16, 18, 22, 26 und 30 Kilowatt, jeweils bezogen auf den Auslegungspunkt A-7/W35. Gewählt wird die kleinste Klasse, die die Auslegungsleistung noch deckt. Liegt der Bedarf über 30 Kilowatt, wird aus einem Gerät eine Kaskade – das betrifft in Berlin vor allem Mehrfamilienhäuser.
Was der Rechner nicht ersetzt
Er liefert einen belastbaren Richtwert und die Antwort auf die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Die verbindliche Auslegung braucht eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 – Raum für Raum, mit Fensterflächen, Bauteilaufbauten und Lüftungsverhalten. Die erstellen wir im Rahmen des Angebots, und sie ist zugleich die Grundlage für den hydraulischen Abgleich, den die Förderung ohnehin verlangt.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe
Wie groß muss meine Wärmepumpe sein?
Maßgeblich ist die Heizlast Ihres Gebäudes, nicht die Größe der alten Heizung. Alte Kessel sind fast immer überdimensioniert. Typische Berliner Einfamilienhäuser liegen je nach Baujahr und Sanierungsstand zwischen 6 und 20 kW. Der Rechner ermittelt Ihren Wert und nennt die passende Geräteklasse inklusive Warmwasserzuschlag.
Wie berechnet man die Heizlast eines Hauses?
Am belastbarsten aus dem tatsächlichen Verbrauch: Der Jahresverbrauch der letzten drei Jahre wird um den Warmwasseranteil bereinigt, mit dem Nutzungsgrad des alten Kessels in Nutzwärme umgerechnet und durch die Vollbenutzungsstunden Ihres Standorts geteilt. Genau dieses Verfahren nach DIN/TS 12831-1, Abschnitt 7.3 bis 7.5, nutzt der Rechner, mit den Klimadaten Ihrer Postleitzahl. Ohne Verbrauchsangabe schätzt er über Erfahrungswerte für Baujahr und Gebäudeart.
Wie viel Förderung gibt es für eine Wärmepumpe?
Seit dem 21. Juli 2026 sind bis zu 80 Prozent möglich. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent. Selbstnutzende Eigentümer bekommen zusätzlich 16 Prozent Klimageschwindigkeits-Bonus beim Austausch einer Öl- oder Kohleheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung. Dazu kommt ein gestaffelter Einkommensbonus: 40 Prozent bis 30.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro. Lebt ein kindergeldberechtigtes Kind im Haushalt, verschiebt sich jede Grenze um 10.000 Euro nach oben. Gedeckelt ist die Summe bei 80 Prozent, die förderfähigen Kosten bei 28.000 Euro für die erste Wohneinheit.
Wie lange gibt es den Klimageschwindigkeits-Bonus noch?
Er beträgt aktuell 16 Prozent und sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um vier Prozentpunkte: auf 12 Prozent im Februar 2027, 8 Prozent im August 2027, 4 Prozent im Februar 2028, und zum 1. August 2028 entfällt er. Maßgeblich ist das Datum der Antragstellung, nicht der Einbau. Bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten sind vier Prozentpunkte 1.120 Euro – ein halbes Jahr Zögern kostet also real Geld. Der Rechner setzt immer den heute gültigen Satz an.
Was kostet die Heizlastberechnung?
Dieser Rechner ist kostenlos, ebenso die Beratung, der Vor-Ort-Termin mit Aufmaß und das Festpreisangebot. Die verbindliche raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 ist davon getrennt und kostenpflichtig. Das hat einen Grund: Sie ist eine eigenständige ingenieurtechnische Leistung, die für die exakte Auslegung und für den Förderantrag ohnehin gebraucht wird – und sie bleibt Ihnen erhalten, unabhängig davon, wer die Anlage am Ende einbaut. Wer sie Ihnen kostenlos verspricht, rechnet sie an anderer Stelle wieder ein oder rechnet gar nicht, sondern schätzt.
Funktioniert eine Wärmepumpe mit alten Heizkörpern?
Häufig ja. Entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur: Unter 50 Grad Celsius ist die Ausgangslage günstig, über 55 Grad Celsius sind meist einzelne Heizflächen zu vergrößern. Weil alte Heizkörper oft überdimensioniert sind, reicht die vorhandene Fläche nach einer Dämmmaßnahme regelmäßig aus. Welche Räume betroffen sind, zeigt die raumweise Berechnung.
Was kostet eine Wärmepumpe in Berlin?
Für ein typisches Einfamilienhaus liegt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Demontage des Altkessels, Hydraulik, Pufferspeicher und Inbetriebnahme erfahrungsgemäß zwischen 12.000 und 34.000 Euro brutto, je nach benötigter Leistung. Größere Anlagen ab etwa 22 kW, wie sie Mehrfamilienhäuser brauchen, liegen entsprechend darüber. Nach Abzug der BEG-Förderung bleibt für selbstnutzende Eigentümer oft ein Eigenanteil im mittleren einstelligen Tausenderbereich. Der Rechner nennt Ihre voraussichtliche Spanne.
