الوضع الأولي
Das fünfstöckige Miethaus in der Torstraße 156 in Berlin-Mitte wurde 1905 erbaut. Im Erdgeschoss befinden sich ein Café (120 m², Betreiber seit 12 Jahren im Objekt) sowie ein kleines Büro (40 m²). Die oberen vier Etagen beherbergen fünf Mietwohnungen zwischen 55 und 90 m². Das Gebäude gehört einem privaten Eigentümer, der es als Gesamtinvestment verwaltet.
Das Projekt entstand aus einer kombinierten Notsituation: Im Winter 2025 fiel die alte Gasheizung aus – eine Junkers-Anlage von 1994 –, und gleichzeitig beschwerte sich der Café-Betreiber über mangelnde Klimatisierung in den Sommermonaten, die den Geschäftsbetrieb einschränkte. Der Eigentümer entschloss sich, beide Probleme in einem Projekt zu lösen und dabei gleichzeitig die veraltete Leitungsinfrastruktur zu sanieren.
التحديات
Mischnutzungsgebäude stellen besondere Anforderungen an die SHK-Planung. Das Café benötigt Kühlung im Sommer (max. 10 kW Kühllast) und erzeugt durch die Küche erhebliche Eigenwärme. Die Wohnungen benötigen zuverlässige Heizung und Warmwasser, aber keine Kühlung. Eine integrierte Lösung muss beide Anforderungen erfüllen, ohne dass die Betriebskosten einer Nutzungsart die andere subventionieren.
Der Café-Betreiber hatte einen laufenden Pachtvertrag und war auf Weiterbetrieb angewiesen. Die Bauphasen mussten so geplant werden, dass Heizung und Warmwasser nie gleichzeitig in Wohnen und Gewerbe ausfielen – und dass kein Montagetag den regulären Cafébetrieb beeinträchtigte.
Nach der Sanierung musste der Verbrauch von Gewerbe und Wohnen sauber getrennt abgerechnet werden können. Die alte Anlage hatte eine gemeinsame Gasversorgung ohne Einzelmessung – die neue Lösung erforderte vier separate Zählerstränge.
حلنا
Wolf BWL-1S-08 Hybrid-Wärmepumpe (Wohnbereich)
Für die Wohneinheiten wurde eine Wolf BWL-1S-08 (8 kW) als Hybrid-System in Kombination mit dem vorhandenen Gasanschluss gewählt. Die Hybridlösung wurde bevorzugt, weil eine geplante Dachaufstockung in fünf Jahren die Wärmelast der oberen WE reduzieren wird und eine vollständige Monovalenz-Lösung erst dann optimal dimensioniert werden kann. Neuer 200-l-Pufferspeicher und 150-l-WW-Speicher im Keller.
Mitsubishi Electric Split-Klimaanlage (Gewerbe)
Für Café und Büro wurden zwei Mitsubishi Electric MSZ-LN-Systeme (4,5 kW und 2,5 kW) mit Wärmerückgewinnung installiert. Die Außeneinheiten wurden auf dem Hinterhof-Dach platziert, Leitungsführung verdeckt durch den Kellergang. Im Winter nutzt das System die Abluft des Cafés zur ergänzenden Wärmebereitstellung.
Leitungssanierung & Messkonzept
Die Hauptleitungen aus galvanisiertem Stahl (Keller und EG) wurden durch Kupfer ersetzt. In zwei Wohnungen wurden Bleirohr-Abschnitte konventionell erneuert. Das neue Messkonzept umfasst vier MID-gerechte Zähler: Gewerbe-Kaltwasser, Gewerbe-Warmwasser, Wohn-Kaltwasser, Wohn-Warmwasser – Basis für rechtssichere Betriebskostenabrechnung.
Bauablauf ohne Betriebsunterbrechung
Alle Arbeiten im Café wurden auf Montage (Ruhetag) und die Stunden vor 10 Uhr gelegt. Warmwasser-Unterbrechungen wurden 48 Stunden vorab per Aushang angekündigt. Durch zwei parallel arbeitende Kolonnen (eine Heizung, eine Sanitär) konnte die Gesamtbauzeit auf 8 Wochen begrenzt werden.
النتائج والتوفير
Acht Wochen nach Projektstart wurden alle Gewerke abgenommen und übergeben.
Cafébetrieb
Kein einziger Ausfalltag in 8 Wochen
Heizkosten Wohnen
–55 % (9.800 € → 4.400 € / Jahr)
Klima Café (SCOP)
4,2 – Energiekosten –35 % vs. Vorgänger
Förderung gesamt
13.500 € (BEG 58% + §35a Steuerabzug)
Abrechnung
4 separate Zähler, erster Zyklus reibungslos
رأي العميل
„Mein Café war keinen einzigen Tag zu – das war die Bedingung, und Montali hat sie eingehalten. Jetzt ist es im Sommer endlich aushaltbar."
— A. M., Café-Betreiber
