Dezentrale Lüftung in Berlin
Einzelraumlösungen ohne aufwändiges Kanalsystem.
Dezentrale Lüftungsgeräte sind die schnelle, günstige Lösung für einzelne Räume ohne aufwändiges Kanalnetz. Pro Gerät wird nur ein kleines Kernloch in der Außenwand gebohrt. Ideal für Berliner Altbauten, in denen zentrale Systeme baulich schwer zu realisieren sind.
Dezentrale Lüftung im Berliner Altbau nachrüsten: Kernbohrung, Vermieter und WEG
Eine dezentrale Lüftung braucht kein Kanalnetz, keine abgehängte Decke und keinen Technikraum. Je Gerät entsteht eine Kernbohrung in der Außenwand, dahinter sitzt der Lüfter mit dem Keramik-Wärmespeicher, innen eine Blende, außen ein Wetterschutzgitter. Genau deshalb ist sie die Lösung, die sich in einer bewohnten Berliner Altbauwohnung an einem Tag nachrüsten lässt. Vollziegelwände von 50 bis 70 Zentimetern sind dabei kein Hindernis, sie verlängern nur die Bohrzeit; im Plattenbau prüfen wir vorher die Lage der Bewehrung. Bei Fassaden mit Stuck oder unter Denkmalschutz setzen wir die Bohrung auf die Hofseite oder in eine Fensterlaibung, damit die Straßenansicht unberührt bleibt.
Vor der Bohrung ist eine Frage zu klären: Wem gehört die Wand? In der Mietwohnung braucht es die schriftliche Zustimmung des Vermieters, in der Eigentumswohnung einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft, weil die Außenwand Gemeinschaftseigentum ist. Wir liefern dafür das Datenblatt des Geräts, die Schallwerte und eine Skizze der Bohrpositionen, so wie wir es bei Klimaanlagen seit Jahren tun. Bei Milieuschutz und Denkmalschutz sprechen wir die Position vorab mit dem Bezirksamt ab. Der Vorlauf für diese Abstimmung dauert erfahrungsgemäß länger als die Montage selbst, deshalb starten wir ihn parallel zur Geräteauswahl.
Dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung: was ein Gerätepaar kostet und was im Preis steckt
Dezentrale Geräte arbeiten paarweise im Wechsel: Rund 70 Sekunden bläst das eine Gerät verbrauchte Luft nach außen und lädt dabei seinen Keramikspeicher mit Wärme, dann kehrt sich die Richtung um und die Frischluft nimmt diese Wärme wieder auf. So bleiben 70 bis 85 Prozent der Wärme im Raum. Ein Paar versorgt typisch zwei Räume, etwa Schlafzimmer und Wohnzimmer. Im Preis für ein Gerätepaar sind bei uns die beiden Kernbohrungen, die Geräte mit Innenblende und Außengitter, der elektrische Anschluss an einen vorhandenen Stromkreis, die Steuerung und die Inbetriebnahme mit Einweisung enthalten.
Getrennt ausgewiesen sind Aufschläge, die nur manche Wohnungen betreffen: eine neue Leitung, wenn kein Stromkreis in der Nähe liegt, Gerüst oder Hubarbeitsbühne, wenn die Außenseite der Bohrung nicht vom Balkon oder Fenster aus erreichbar ist, und die Wiederherstellung von Stuck oder Putz an der Fassade. Fragen Sie diese Positionen bei jedem Vergleichsangebot ab, weil ein Gerätepreis ohne Bohrung und Anschluss nur die halbe Rechnung ist. Verbindlich wird der Preis nach dem Aufmaß vor Ort, alle Zahlen auf dieser Seite sind Richtwerte aus unseren Berliner Projekten.
Schimmel und Feuchte in der Wohnung: wann Fensterlüften nicht mehr reicht
Der häufigste Anlass für eine dezentrale Lüftung ist nicht der Energiepreis, sondern eine feuchte Ecke im Schlafzimmer. Nach neuen Fenstern oder einer gedämmten Fassade ist die Wohnung so dicht, dass die Feuchtigkeit von Kochen, Duschen und Atmen nicht mehr von allein entweicht. Drei- bis viermal Stoßlüften am Tag schafft in einem berufstätigen Haushalt niemand. Ein Gerätepaar mit Feuchtesensor tauscht die Luft dann genau dann aus, wenn die Luftfeuchte über 60 Prozent steigt, und läuft sonst auf der leisen Grundstufe. Wer mehr als ein Drittel der Fenster tauscht, braucht nach DIN 1946-6 ohnehin ein Lüftungskonzept. Das klären wir vor der Montage mit, auf Wunsch zusammen mit der Energieberatung.
Wichtig ist die Reihenfolge: Ein bestehender Schimmelbefall gehört erst saniert, die Ursache an der Wärmebrücke muss bekannt sein, dann verhindert die Lüftung den Rückfall. Ist die Außenwand ungedämmt und der Schaden sitzt an einer Wärmebrücke, reicht Lüften allein nicht, dann gehört eine Innendämmung oder eine Fassadendämmung dazu. Wir sagen Ihnen beim Vor-Ort-Termin, welcher Fall bei Ihnen vorliegt, weil wir beides aus einer Hand anbieten und kein Interesse haben, ein Gerät zu verkaufen, das das Problem nicht löst.
Dezentral oder zentrale Wohnraumlüftung: welche Lösung in Ihre Wohnung passt
Eine zentrale Wohnraumlüftung mit Kanalnetz erreicht 85 bis 95 Prozent Wärmerückgewinnung, versorgt alle Räume aus einem Gerät und ist im Betrieb praktisch unhörbar. Sie braucht dafür Kanäle in jedem Raum, also entweder eine Kernsanierung, eine abgehängte Decke oder nutzbare Schächte. In einer bewohnten Altbauwohnung ist das selten darstellbar. Die dezentrale Variante verzichtet auf die letzten zehn Prozent Effizienz und gewinnt dafür die Nachrüstbarkeit: kein Kanal, keine Decke, ein Tag Montage je Raumpaar.
Unsere Faustregel: Wird die Wohnung ohnehin entkernt oder ist es ein Einfamilienhaus mit Dachboden und Keller, lohnt sich die zentrale Anlage. Bleibt die Wohnung bewohnt, geht es um zwei bis vier Räume oder es fehlt die Zustimmung für größere Eingriffe, ist die dezentrale Lüftung die richtige Wahl. Beide Wege fördert der Bund gleich: 15 Prozent Zuschuss auf die Anlagentechnik. Der Bonus für den individuellen Sanierungsfahrplan für Berlin greift seit dem 21. Juli 2026 erst ab 30.000 Euro förderfähigen Kosten und nur für den Betrag darüber, bei einer Lüftungsnachrüstung allein also nicht. Unser dena-gelisteter Energieberater stellt den Antrag, bevor der Auftrag verbindlich wird, sonst verfällt der Zuschuss.
Dezentrale Lüftung nachrüsten: Kosten in Berlin
Richtwerte aus unseren Berliner Projekten, jeweils inklusive Kernbohrung, Gerät, Anschluss an einen vorhandenen Stromkreis und Inbetriebnahme. Wo Ihr Projekt in der Spanne landet, entscheiden Wandaufbau, Erreichbarkeit der Außenseite, Geräteausstattung und die Zahl der Räume.
| Leistung | Typischer Preiskorridor | Dauer |
|---|---|---|
| Gerätepaar Standard mit Wärmerückgewinnung, zwei Räume im Wechselbetrieb | 2.000 bis 3.125 Euro | 1 Tag |
| Gerätepaar Premium mit Feuchtesensor, Pollenfilter und App-Steuerung | 3.000 bis 4.500 Euro | 1 Tag |
| 3-Zimmer-Wohnung mit vier Geräten | 4.000 bis 6.250 Euro | 1 bis 2 Tage |
| Aufschlag je Kernbohrung in Vollziegel oder Stahlbeton | 150 bis 300 Euro | nach Aufmaß |
| Aufschlag Gerüst oder Hubarbeitsbühne bei unzugänglicher Fassade | 300 bis 900 Euro | nach Aufmaß |
| Filterwechsel und Wartung je Jahr | 60 bis 120 Euro | jährlich |
Alle Angaben sind Richtwerte und keine Festpreise. Verbindlich wird das Angebot nach dem Aufmaß vor Ort. Der Zuschuss von 15 Prozent ist hier nicht abgezogen und setzt voraus, dass der Antrag gestellt ist, bevor der Auftrag verbindlich wird.
Unsere Leistungen im Detail
Warum Montali?
Wir verbinden akademische Analytik mit handwerklicher Meisterschaft. Das bedeutet: durchdachte Planung, effiziente Umsetzung und eine Kommunikation, die Sie von einem Handwerksbetrieb vielleicht nicht erwarten. Als Berliner Meisterbetrieb übernehmen wir Verantwortung – von der Förderberatung bis zur Abnahme.
Dezentrale Lüftung: Was Kunden auf Google sagen
„Absolut begeistert! Der Einbau unserer Klimaanlage durch die Montali GmbH verlief perfekt. Von der Beratung bis zur Montage war alles top! Super freundliches Team, saubere und professionelle Arbeit sowie ein erstklassiger Service. Klare 5-Sterne-Empfehlung!“
vor 2 Wochen · Google
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vor 4 Monaten · Google
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Häufige Fragen zu Dezentrale Lüftung in Berlin
Zentrale KWL versorgt alle Räume über ein gemeinsames Kanalnetz und erreicht typisch 85–95 % Wärmerückgewinnung. Dezentrale Lüfter arbeiten raumweise mit kleinen Einzelgeräten (~90 cm × 25 cm × 25 cm) und erreichen durch Keramik-Wärmetauscher typisch 70–85 % Rückgewinnung. Dezentrale Systeme sind deutlich günstiger (€1.000–1.500/Gerät vs. €6.250–15.000 für zentrale KWL), leichter nachrüstbar und haben keine Lüftungsschläuche im Haus. Nachteil: weniger Effizienz, höherer Stromverbrauch bei mehreren Geräten. Besonders in Berliner Altbauten oft die beste Kompromiß-Lösung.
Dezentrale Lüfter produzieren im Normalbetrieb (Stufe 2–3 von 4) typisch 25–35 dB(A) – etwa wie ein leises Gespräch. Auf Stufe 1 sinken sie auf 20–25 dB(A), auf höchster Stufe 40–45 dB(A). Das Außengerät erzeugt typisch 40–48 dB(A) aus 2 m Entfernung. Mit Schallschutz-Zubehör (elastische Halterungen, Schalldämm-Rohre) lässt sich der Pegel um 3–5 dB reduzieren. Die beste Lösung ist korrekte Hersteller-Auswahl und Installation – manche Geräte sind deutlich leiser als andere.
Eine Kernbohrung (Ø 75–100 mm) in der Außenwand erfordert die schriftliche Zustimmung des Vermieters und ggf. der WEG (bei Mietshäusern). Das ist meist unproblematisch, da die Montage reversibel ist (Bohrloch wird nach Umzug verschlossen). Wir stellen ein Zustimmungsschreiben für den Vermieter auf und kümmern uns um die Koordination mit ggf. Gerüstbau oder Fassaden-Arbeiten. Bei Denkmalschutz ist eine Erlaubnis der Denkmalschutz-Behörde nötig – dies erschwert die Montage zwar, ist aber machbar.
Als Faustregel: 1 dezentrales Lüftungsgerät pro 40–60 m² Wohnfläche, mindestens aber je 1 Gerät im Schlafzimmer und in der Küche. Eine 80-m²-Wohnung braucht typisch 2–3 Geräte im Wechselbetrieb (paarweise: 1 Zuluftgerät Schlafzimmer, 1 Abluftgerät Küche, ggf. 1 weiteres Gerät für Wohnzimmer). Das ergibt Gesamtkosten von €3.750–6.250 für komplette Ausstattung. Zentrale KWL wäre hier ähnlich teuer, aber deutlich effizienter. Wir beraten nach Grundriss und Nutzung.
Bei Einfamilienhäusern ist eine Genehmigung nicht erforderlich. Bei Mietshäusern benötigen Sie die Zustimmung des Vermieters (meist problemlos), und die WEG-Beschlussfähigkeit in größeren Wohnkomplexen prüfen wir ab. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine Behörden-Erlaubnis nötig – diese kann 4–8 Wochen dauern, wird aber meist erteilt. Kosten für Erlaubnis €250–625. Wir beantragen dies für Sie und können oft eine Alternative (z.B. oberflächenverlegte Rohrleitung) anbieten, wenn die Kernbohrung nicht genehmigt wird.
Theoretisch ja, praktisch schwer – die dezentralen Lüftungsgeräte haben Wanddurchbrüche und können nicht einfach 'angestöpselt' werden. Wenn Ihr Altbau später saniert wird und Sie sich eine zentrale KWL wünschen, müssen die dezentralen Geräte rückgebaut werden und neue Kanäle verlegt werden. Kosten für diesen Umbau ca. €3.750–7.500. Das ist aber ein Gedanken für 15–20 Jahre später. Heute ist dezentral die schnellste und kostengünstigste Lösung – später können Sie immer noch upgraden.
Ja. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung gehören in der Bundesförderung für effiziente Gebäude zur Anlagentechnik und werden mit 15 Prozent bezuschusst. Den Bonus für einen individuellen Sanierungsfahrplan gibt es seit dem 21. Juli 2026 erst ab 30.000 Euro förderfähigen Kosten und nur für den Betrag darüber, bei einer reinen Lüftungsnachrüstung bleibt es deshalb bei 15 Prozent. Voraussetzung sind Geräte mit ausreichender Wärmerückgewinnung, der Antrag, bevor der Auftrag verbindlich wird, und die Bestätigung durch einen gelisteten Energieeffizienz-Experten. Diesen Schritt übernehmen wir, weil unser Energieberater dena-gelistet ist. Alternativ lassen sich 20 Prozent der Kosten über drei Jahre von der Einkommensteuer abziehen, wenn Sie die Wohnung selbst bewohnen und das Gebäude älter als zehn Jahre ist. Beides zusammen geht nicht.
Gegen Schimmel, der durch zu feuchte Raumluft entsteht, ja. Zwei Personen geben nachts rund einen Liter Wasser an die Luft ab, und bei geschlossenem Fenster steigt die Luftfeuchte in einem dichten Altbau schnell über 70 Prozent. Ein Gerät mit Feuchtesensor führt diese Feuchte kontinuierlich ab. Sitzt der Schimmel dagegen an einer kalten Wärmebrücke, etwa der Außenecke hinter dem Schrank, muss zusätzlich die Wand gedämmt werden. Bestehender Befall wird vor der Montage saniert, sonst verteilt die Lüftung die Sporen.
Ja. Der Keramikspeicher gibt die Wärme der Abluft an die einströmende Frischluft ab, deshalb kommt die Luft auch bei Minusgraden vorgewärmt in den Raum und es zieht nicht. Bei sehr tiefen Temperaturen kann Kondensat im Gerät gefrieren; moderne Geräte erkennen das und laufen kurz nur in Abluftrichtung, bis der Speicher wieder frei ist. Ein Frostschutzheizregister braucht die dezentrale Lüftung nicht. Wichtig ist nur, die Außengitter im Herbst von Laub freizuhalten.
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