In Berliner Altbauten sind Rohrsanierungen eine häufige Notwendigkeit: Korrosion, Kalkablagerungen und undichte Stellen im Bestandsnetz. Wir bieten grabungslose Innensanierung (Relining), klassischen Rohrtausch und Schutzfilter-Nachrüstung – mit minimalen Beeinträchtigungen für die Bewohner.
Wer bietet Rohrsanierung in Berlin an und wie kalkulieren wir das Angebot?
Wir sanieren Rohrleitungen in ganz Berlin, vom Gründerzeithaus in Kreuzberg bis zum Plattenbau am Stadtrand. Jedes Angebot beginnt bei uns mit einer Kamerainspektion für 350 bis 600 Euro, die wir bei Auftragserteilung mit den Sanierungskosten verrechnen. Einen Preis am Telefon nennen wir nicht, weil die Leitungsführung in Berliner Altbauten fast nie dokumentiert ist und erst die Kamerafahrt zeigt, ob eine Innensanierung überhaupt möglich ist.
Kalkuliert wird nach laufendem Meter je Verfahren, getrennt nach Trinkwasser, Heizung und Abwasser. Dazu kommen die Positionen, die andere Anbieter gern nachreichen: Spülung, Trocknung, Absperrung und Wiederinbetriebnahme, Druckprobe, bei Trinkwasser die Beprobung, dazu die Abnahmedokumentation. Nicht im Meterpreis enthalten sind Stemmarbeiten und die Wiederherstellung von Fliesen, Estrich und Anstrich. Diese Gewerke weisen wir getrennt aus und verantworten sie als Generalunternehmer aus einer Hand.
Anfragen kommen von Eigentümern, Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen. Für WEG-Beschlüsse liefern wir das Angebot positionsweise und nach Strängen getrennt, damit die Versammlung über einzelne Abschnitte entscheiden kann. Von der Inspektion über die Verfahrenswahl bis zur Abnahme planen wir ein bis drei Wochen ein, davon ein bis fünf Tage für die Ausführung. Hausverwaltungen erhalten eine Ansprechperson für den gesamten Ablauf.
Rohrsanierung von innen: wann das Rohr-im-Rohr-System in Berlin passt
Ob eine Sanierung von innen möglich ist, entscheidet der Kamerabefund und nicht der Wunsch nach der günstigeren Lösung. Wir prüfen Rohrmaterial, Nennweite, Verbindungsstellen und ob das Rohr strukturell noch tragfähig ist. In Berliner Beständen bis etwa 1970 finden wir meist verzinkte Stahlrohre mit einer typischen Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren, ab den 1970er Jahren überwiegend Kupfer. Verkorkte, aber intakte Leitungen sind der klassische Fall für ein Rohr-im-Rohr-System.
Für die Innenbeschichtung von Trinkwasserleitungen rechnen wir mit 80 bis 180 Euro pro Meter, für das Schlauchlining von Abwasser- und Grundleitungen mit 120 bis 250 Euro pro Meter. In der Summe liegt das Relining rund 30 bis 40 Prozent unter dem offenen Rohrtausch, weil Stemmarbeiten, Trockenbau und Malerarbeiten entfallen. Bei Trinkwasser setzen wir nur Systeme nach DVGW-Arbeitsblatt W 542 ein und beproben die Leitung nach der Aushärtung.
Wir sagen auch ab. Sind Rohre gebrochen, stark verformt oder im Querschnitt zu eng, bringt eine Beschichtung nichts, dann kalkulieren wir die offene Erneuerung mit 150 bis 350 Euro pro Meter. Und wenn ohnehin ein Bad neu entsteht, ist der Tausch bei offener Wand meist die wirtschaftlichere Entscheidung, weil die teuren Nebenkosten dann schon im Bauablauf enthalten sind. Diese Einschätzung bekommen Sie vor dem Angebot und nicht erst auf der Baustelle.
Kosten Kanalsanierung pro Meter: Grundleitungen unter Keller und Innenhof
Unter Kellern und Innenhöfen im Gründerzeitbestand liegen die eigentlichen Problemstellen: Grundleitungen mit Rissen, Wurzeleinwuchs und Ablagerungen. Grabenlos saniert kostet der laufende Meter Grundleitung in Berlin 150 bis 400 Euro, wobei Nennweite, Verlegetiefe und die Erreichbarkeit der Schächte den Ausschlag geben. Für Abwasserleitungen und den Hausanschluss bis zur Straße liegen die Gesamtkosten je nach Länge und Tiefe bei 3.000 bis 20.000 Euro.
In Berlin entscheidet der Zugang oft mehr als das Rohr. Ein Innenhof im Blockrand ist mit Gerät kaum erreichbar, Aufstellflächen müssen abgestimmt und Pflaster wiederhergestellt werden. Ob ein Kurzliner für eine punktuelle Schadstelle reicht oder ein Schlauchliner den ganzen Abschnitt abdeckt, legen wir erst nach der Kamerafahrt fest. Die Arbeiten dauern je Abschnitt ein bis drei Tage, zur Abnahme gehört eine zweite Kamerafahrt samt Aufnahmen für Versicherung und Hausverwaltung.
Strangsanierung in Berlin: grabenlos und etappenweise im Mehrfamilienhaus
Bei einer Strangsanierung erneuern oder relinen wir die Steigleitungen über alle Etagen. In bewohnten Häusern arbeiten wir etappenweise, üblicherweise eine Etage pro Woche, damit niemand länger ohne Wasser auskommt. Die Absperrung dauert je Abschnitt einige Stunden bis zu einem Tag, die Bewohner können in der Wohnung bleiben. Termine stimmen wir mit der Hausverwaltung ab und kündigen jeden Abschnitt schriftlich an.
Für das Relining einer Steigleitung im Mehrfamilienhaus liegen wir bei 5.000 bis 15.000 Euro, ein kompletter Rohrtausch beginnt bei 15.000 Euro, ein Haus mit sechs Parteien vollständig neu zu verrohren reicht von 40.000 bis über 100.000 Euro. Wir kalkulieren je Strang und schlagen eine Reihenfolge nach Dringlichkeit vor, damit eine Eigentümergemeinschaft die Maßnahme über mehrere Wirtschaftsjahre verteilen kann. Eine Rohrsanierung ist Instandhaltung und per Mehrheitsbeschluss beauftragbar, eine eigene BEG-Förderung gibt es dafür nicht, förderfähig sind allenfalls andere Maßnahmen im Gesamtpaket.
Welche Kosten pro Meter sind bei einer Rohrsanierung in Berlin realistisch?
Die folgenden Korridore nutzen wir selbst als Ausgangspunkt für die Kalkulation in Berliner Bestandsgebäuden. Sie zeigen, in welchem Rahmen sich die Verfahren bewegen, bevor Zugänglichkeit, Rohrzustand und Nebenarbeiten dazukommen.
| Leistung | Typischer Preiskorridor in Berlin |
|---|---|
| Kamerainspektion und Befund vor dem Angebot | 350 bis 600 Euro |
| Rohrinnenbeschichtung Trinkwasser (Epoxidharz) | 80 bis 180 Euro pro Meter |
| Schlauchlining Abwasser- und Grundleitung | 120 bis 250 Euro pro Meter |
| Offene Rohrerneuerung mit Stemmarbeiten | 150 bis 350 Euro pro Meter |
| Grabenlose Kanalsanierung Grundleitung | 150 bis 400 Euro pro Meter |
| Relining einer Steigleitung im Mehrfamilienhaus | 5.000 bis 15.000 Euro |
| Innenbeschichtung Mehrfamilienhaus, 4 bis 6 Wohneinheiten, 80 bis 150 Meter | 8.000 bis 25.000 Euro |
Alle Werte sind Richtwerte für Berliner Bestandsgebäude und kein Angebot. Ein verbindlicher Festpreis entsteht erst nach Vor-Ort-Termin und Kamerainspektion, weil Rohrzustand, Zugänglichkeit und Leitungslänge den Preis stärker bestimmen als das Verfahren selbst.
Unsere Leistungen im Detail
Warum Montali?
Wir verbinden akademische Analytik mit handwerklicher Meisterschaft. Das bedeutet: durchdachte Planung, effiziente Umsetzung und eine Kommunikation, die Sie von einem Handwerksbetrieb vielleicht nicht erwarten. Als Berliner Meisterbetrieb übernehmen wir Verantwortung – von der Förderberatung bis zur Abnahme.
Häufige Fragen zu Rohrsanierung in Berlin
Beim Relining wird ein neues Innenrohr aus Kunststoff (PAXS, Epoxy-Harz) in das alte, beschädigte Rohr eingeblasen oder eingezogen – OHNE Wände aufzustemmen, OHNE Fußboden aufzureißen. Das alte Rohr bleibt in der Wand, ein neues Rohr wächst innen darin. Vorteil: Kosten 30–40 % niedriger als klassischer Rohrtausch, keine Baustelle im Wohnzimmer. Nachteil: Nicht bei allen Rohren möglich (zu eng, zu verkalkt), und der Durchmesser wird leicht kleiner. Wir prüfen die Machbarkeit vorab mit einer Kamerainspektion (ca. 350–600 €, wird mit Sanierungskosten verrechnet).
Für kleine lokale Reparaturen (undichte Stelle flicken, Rohr-Abschnitt von 2–3 m tauschen): 300–800 €. Relining einer Steigleitung (10–30 m): 5.000–15.000 €. Kompletter Rohrtausch einer Etage (40–80 m Rohr): 5.000–10.000 €. Komplette Sanierung eines 6-Parteien-Hauses: 40.000–100.000+ €. Nach Kamerainspektion erhalten Sie ein verbindliches Angebot mit exaktem Kostenaufschluss. BEG-Förderung ist manchmal möglich (als Teil energetischer Sanierung).
Lokale Flickarbeiten: 1–2 Tage. Relining einer Steigleitung: 2–3 Tage (Vorbereitung, Einblasen, Aushärtung). Klassischer Rohrtausch einer Etage: 3–5 Tage (Abriss alt, Verlegung neu, Prüfung). Für größere Mehrfamilienhäuser planen wir etappenweise (z.B. eine Etage pro Woche), damit Bewohner nicht längere Zeit ohne Wasser oder Heizung auskommen. Wir erstellen immer einen verbindlichen Zeitplan voraus.
Kommt auf den Schaden an. Ist nur eine Steigleitung (Aufzugsschacht) betroffen, kann man diese gezielt sanieren. Sind aber mehrere Abschnitte überall im Haus problematisch, ist eine Komplettumstellung oft kostengünstiger als Flickerei. Wichtig: Altes Rohrmaterial (Blei, Zink, minderwertige Kunststoffe) ist oft systemisch problematisch – Einzelreparaturen sind dann Flickschusterei. Wir analysieren das Gesamtsystem und empfehlen die wirtschaftlichste Lösung.
Hydrolaser (Druckspül-Technologie mit Hochdruck-Wasserstrahlen) reinigt verstopfte oder verkalkte Rohre von innen, ohne sie aufzureißen. Sinnvoll bei: Abflüssen mit Kalkablagerungen, Fettablagerungen (Küche), Haarknoten (Bad). Kosten: 150–400 € je nachdem Länge & Verrohrung. ABER: Nur eine Symptom-Behandlung. Wenn das Rohr danach wieder verstopft (nach Monaten), ist die Wurzelursache nicht behoben – dann ist echte Sanierung (Relining oder Tausch) notwendig. Wir führen vorab eine Kamerainspektion durch: Ist es nur Verschmutzung (Hochdruck reicht) oder ist das Rohr beschädigt (Sanierung nötig)?
Nicht immer. Bei Relining: Nein – nur kleine Zugangsöffnungen. Bei klassischem Rohrtausch: Kommt drauf an. Wenn Rohre sichtbar außen sind (in Kellern, Technikräumen), kein Problem. Wenn sie in der Wand verborgen sind, muss die Wand teilweise aufgestemmt werden – das ist aber eine Schacharbeit, keine große Baustelle. Nach Sanierung wird die Wand wieder verschlossen. In Berlin-Altbauten sind Rohre oft in Schächten (Aufzüge, Kamine) verborgen – perfekt für Sanierung ohne Wandabriss. Wir planen minimal invasiv.
Grabenlos, also im Schlauchlining, liegt der laufende Meter Grundleitung in Berlin bei 150 bis 400 Euro. Den Ausschlag geben Nennweite, Verlegetiefe und die Frage, wie gut wir mit Gerät an die Schächte kommen. Muss der Hof oder der Kellerboden aufgegraben werden, kostet die Erneuerung deutlich mehr, weil Erdarbeiten und Wiederherstellung dazukommen. Für Abwasserleitungen und den Hausanschluss bis zur Straße nennen wir je nach Länge und Tiefe 3.000 bis 20.000 Euro als Gesamtrahmen. Verbindlich wird der Preis erst nach der Kamerafahrt.
Das Relining einer Steigleitung im Mehrfamilienhaus liegt bei 5.000 bis 15.000 Euro, ein kompletter Rohrtausch beginnt bei 15.000 Euro. Ein Haus mit sechs Parteien vollständig neu zu verrohren reicht von 40.000 bis über 100.000 Euro. Wir kalkulieren je Strang, damit eine Eigentümergemeinschaft die Abschnitte nach Dringlichkeit beschließen und über mehrere Jahre verteilen kann. Ein verbindliches Angebot legen wir nach Kamerainspektion und Vor-Ort-Termin vor.
In Beständen bis etwa 1970 sind meist verzinkte Stahlrohre verbaut, deren typische Lebensdauer bei 40 bis 50 Jahren liegt. Ab den 1970er Jahren wurde überwiegend Kupfer verlegt, das länger hält. Prüfen lassen sollten Sie die Installation, wenn das Wasser bräunlich verfärbt ist, der Druck nachlässt, Feuchteflecken auftreten oder sich Reparaturen häufen. Sicherheit gibt am Ende nur die Kamerafahrt durch die Leitung, und dafür muss keine Wand geöffnet werden.
Rohrsanierung: Projekte aus unserer Arbeit in Berlin
Wärmepumpe im Einrohr-Altbau
Wörther Straße, Prenzlauer Berg
Berlin-Prenzlauer Berg · 2025 · 12 Wochen
20-kW-Wärmepumpe mit hydraulischem Abgleich eines Einrohr-Systems, KWL in 6 Einheiten und Bleirohr-Inliner – in einem Gründerzeit-Haus von 1898 ohne einen einzigen Tag Mietausfall.
- Heizkosten:
- –65 % (14.000 € → 4.900 € / Jahr)
- CO₂-Ausstoß:
- –71 % (28 t → 8 t / Jahr)
Denkmalgerechte Heizungssanierung
Pestalozzistraße, Charlottenburg
Berlin-Charlottenburg · 2025 · 9 Wochen
Wärmepumpe trotz Ensembleschutz, hydraulischer Abgleich mit Druckproblem, Bleirohr-Inliner in Bewohnerschaft – und zwei neue Designbäder in 9 Wochen.
- Heizkosten:
- –68 % (11.200 € → 3.600 € / Jahr)
- Trinkwasser Blei:
- < 0,001 mg/l (alle 6 WE, GW: 0,010 mg/l)
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