Başlangıç Durumu
Das Gründerzeit-Mehrfamilienhaus in der Pestalozzistraße in Berlin-Charlottenburg wurde 1903 erbaut – eine der schönsten Straßen im Kiez zwischen Kantstraße und Stuttgarter Platz. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (Ensembleschutz der Straßenzeile), was Eingriffe in die Fassade ohne behördliche Genehmigung ausschließt. Die sechs Wohneinheiten wurden von einer privaten Eigentümergemeinschaft verwaltet; die älteste Miteigentümerin bewohnte ihre Wohnung seit über 40 Jahren.
Das Heizsystem war eine Anfang der 1990er Jahre installierte Gaszentralheizung mit Einrohr-Verteilung. Die Leitungen im Keller und in den Wohnungen stammten teils noch aus der Erbauungszeit und zeigten Korrosionsspuren. Besonders kritisch: In zwei Wohnungen waren Kaltwasserleitungen aus Blei nachgewiesen worden – ein Gesundheitsrisiko, das die Eigentümergemeinschaft dringend beseitigen wollte. Eine Wärmepumpe wurde von allen Eigentümern gewünscht, doch keine Firma hatte bisher eine denkmalschutzrechtlich machbare Lösung vorgeschlagen.
Zorluklar
Charlottenburger Altbauten unter Denkmalschutz stellen SHK-Betriebe vor besondere Aufgaben. Das Fassade sowie der Straßenraum sind durch den Ensembleschutz vollständig geschützt. Eine Außeneinheit durfte weder an der Fassade noch im Vorgarten aufgestellt werden. Montali SHK beantragte beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine Ausnahmegenehmigung für die Aufstellung im rückwärtigen Hof – genehmigt nach vier Wochen.
Das Einrohr-System zeigte eine Besonderheit: Durch unsachgemäß ausgetauschte Pumpen in den Vorjahren waren die Druckverhältnisse am oberen Strang instabil. Vor dem hydraulischen Abgleich musste eine vollständige Druckberechnung des Systems erfolgen und eine Hilfspumpe für den 3. OG-Strang eingeplant werden.
Drei der sechs Wohneinheiten waren dauerhaft bewohnt. Die Bleirohr-Sanierung musste so eingeteilt werden, dass keine Wohnung länger als 48 Stunden ohne Kaltwasser war. In den zwei Wohnungen mit Badsanierung wurden die Arbeiten parallel zum Rohrsanierungsabschnitt koordiniert.
Çözümümüz
Planung & Genehmigung
Montali SHK erstellte ein technisches Gutachten zur Machbarkeit unter Berücksichtigung der Denkmalauflagen. Ein Schallgutachten wies nach, dass der Schalldruckpegel an Nachbarfenstern unter dem zulässigen Grenzwert (45 dB(A) nachts) liegt. Das Bezirksamt erteilte die Genehmigung nach vier Wochen ohne Auflagen.
Buderus Logatherm WLW186 (16 kW)
Als Wärmepumpe wurde eine Buderus Logatherm WLW186 mit 16 kW gewählt – kompakte Abmessungen, niedriger Schallpegel (48 dB(A) bei 7 °C). Im Keller wurden Pufferspeicher (200 l) und neuer Verteiler installiert. Der hydraulische Abgleich erfolgte mit Danfoss-Einrohr-Regulierventilen; der 3. OG-Strang erhielt eine separate Hilfspumpe für den nötigen statischen Druckausgleich.
Bleirohr-Inliner (alle 6 WE)
Die Kaltwasserleitungen in allen sechs Wohneinheiten wurden im Inliner-Verfahren saniert. Pro Wohnung dauerte die Absperrphase maximal 36 Stunden. Die Haupt-Kaltwasserleitung im Keller wurde konventionell in Kupfer ausgetauscht (2 Arbeitstage).
Badsanierung (2 Wohnungen)
Parallel zur Rohrsanierung wurden in zwei Wohneinheiten vollständige Badsanierungen durchgeführt: neue Fliesen, Wanne gegen bodengleiche Dusche getauscht, Regenbrause, neue Armaturen (Grohe Essence). Die Arbeiten liefen zeitversetzt im Zwei-Wochen-Rhythmus, sodass keine Baustoffe im Treppenhaus lagerten.
Sonuçlar & Tasarruflar
Nach neun Wochen Bauzeit wurden alle Mängel beseitigt, alle Gewerke abgenommen.
Heizkosten
–68 % (11.200 € → 3.600 € / Jahr)
Trinkwasser Blei
< 0,001 mg/l (alle 6 WE, GW: 0,010 mg/l)
Denkmalschutz
Alle Auflagen erfüllt, Fassade unberührt
Förderung gesamt
24.400 € (BEG 62% + IBB + §35a)
WEG-Eigenanteil
17.800 € inkl. 2 neuer Bäder
Müşteri Yorumu
„Ich hatte Angst, dass die Denkmalschutzbehörde alles blockiert. Montali hat das so professionell vorbereitet, dass der Antrag beim ersten Anlauf durchgegangen ist."
— Dr. H. F., Eigentümerin
