Başlangıç Durumu
Das Mehrfamilienhaus in der Wörther Straße im Herzen von Prenzlauer Berg wurde 1898 erbaut – kurz vor der Jahrhundertwende, in einer Zeit, als Berlin zur Weltmetropole aufstieg. Die 8 Wohneinheiten auf vier Etagen beherbergen heute überwiegend junge Familien und Berufstätige, die das Flair des Kiez schätzen. Die Eigentümergemeinschaft hatte sich bereits 2023 entschlossen, die Heizungsanlage zu modernisieren – doch mehrere Angebote scheiterten an einem gemeinsamen Problem: Kein Handwerksbetrieb wollte die Verantwortung für den hydraulischen Abgleich des Einrohr-Heizsystems übernehmen.
Das ursprüngliche Heizsystem aus den frühen 1990er Jahren – eine Gastherme mit Einrohr-Verteilsystem – hatte von Anfang an Probleme gemacht. Die oberste Etage war chronisch zu kalt, die Parterre-Wohnungen überheizt. Trotz regelmäßiger Wartung ließ sich das Problem nicht lösen, weil das grundlegende Design des Einrohr-Systems eine gleichmäßige Wärmeverteilung ohne hydraulischen Eingriff strukturell unmöglich macht. Die Jahresheizkosten der WEG beliefen sich auf ca. 14.000 € – ein Wert, der angesichts steigender Gaspreise weiter gestiegen wäre.
Zorluklar
Drei technische Herausforderungen machten dieses Projekt außergewöhnlich komplex. Erstens das Einrohr-System selbst: Wärmepumpen sind üblicherweise für Zweirohr-Systeme ausgelegt, da sie niedrige Vorlauftemperaturen benötigen. Im Einrohr-System nimmt jeder Heizkörper aus dem Rücklauf seines Vorgängers Wärme auf – was die Systemtemperatur progressiv absenkt. Montali SHK entwickelte ein Ventilkonzept mit Danfoss-RTR-Bauteilen, das erstmals eine Regelung pro Strang ermöglichte.
Zweitens stellten alte Trinkwasserleitungen ein dringendes Gesundheitsrisiko dar: Eine Trinkwasseruntersuchung aus 2022 hatte erhöhte Bleiwerte in mehreren Wohnungen festgestellt. Stemmarbeiten in einem bewohnten Gebäude wollte die WEG vermeiden, weshalb das Inliner-Verfahren gewählt wurde.
Drittens bot der Heizungskeller kaum Platz für eine neue Außeneinheit. Gemeinsam mit der WEG wurde ein Aufstellort im Seitenflügel-Hof gefunden, der zugleich die Schallausbreitung zu Nachbargebäuden minimierte und sämtliche TA-Lärm-Anforderungen erfüllte.
Çözümümüz
Hydraulischer Abgleich
Zunächst wurde ohne Heizungsumrüstung der hydraulische Abgleich des Einrohr-Systems durchgeführt. An jedem Heizkörperstrang wurden Danfoss-Einrohr-Regulierventile (Typ RTR) eingesetzt, die Strangdurchflüsse berechnet und die Pumpenleistung angepasst. Nach diesem Schritt wurde die Wärmeverteilung messtechnisch verifiziert – ein laut WEG-Protokoll historischer Moment: Erstmals seit Jahrzehnten waren alle Wohnungen gleich warm.
Wärmepumpe Viessmann Vitocal 250-A
Eine Viessmann Vitocal 250-A (20 kW) wurde im Innenhof installiert, inkl. Fundament, Schallschutzmatte und Sichtschutz. Der Pufferspeicher (300 l) wurde im Keller platziert. Da das Einrohr-System nun hydraulisch optimiert war, konnte die Wärmepumpe mit einer Vorlauftemperatur von 45 °C betrieben werden – ausreichend für alle Wohneinheiten auch bei –10 °C Außentemperatur.
Dezentrale Wohnraumlüftung (6 Einheiten)
In 6 der 8 Wohneinheiten wurden dezentrale Lüftungsgeräte (Lunos e2) eingebaut. Diese Fenster-Lüftungsgeräte benötigen keine Kernbohrungen in tragende Wände und wurden in bestehende Fensterleibungen integriert. Die Wärmerückgewinnung (bis 90 %) senkt den Heizbedarf in den betreffenden Wohnungen zusätzlich.
Bleirohr-Inliner
Die Trinkwasserleitungen wurden mit dem DrainLiner-Epoxid-Verfahren saniert – ein Inliner, der von innen in die bestehenden Rohre eingebracht wird, ohne Wände zu öffnen. Dauer: 3 Arbeitstage. Wohnbetrieb aufrechterhalten, Wasserunterbrechung je Strang maximal 8 Stunden.
Sonuçlar & Tasarruflar
Die Ergebnisse nach dem ersten vollständigen Heizbetriebsjahr belegen den Erfolg der Gesamtlösung.
Heizkosten
–65 % (14.000 € → 4.900 € / Jahr)
CO₂-Ausstoß
–71 % (28 t → 8 t / Jahr)
Bleiwert Trinkwasser
< 0,001 mg/l (Grenzwert 0,010 mg/l)
Förderung gesamt
25.200 € (BEG 65% + BAFA + IBB)
WEG-Eigenanteil
21.800 € für vollständige SHK-Sanierung
Müşteri Yorumu
„Wir haben drei Jahre auf einen Betrieb gewartet, der das Einrohr-Problem wirklich versteht. Montali war der erste, der nicht nachts um 11 abgesagt hat."
— M. K., WEG-Verwalterin
