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Altbausanierung Berlin

SHK-Sanierung im Berliner Altbau.

Heizung, Bad und Rohrleitungen im Gründerzeitbau, Vorkriegshaus oder Nachkriegsgebäude modernisieren – erfahren, denkmalkonform, mit maximaler Förderung.

Altbau-Spezialisten seit GründungDenkmalgerechte LösungenBleirohre & EinrohrsystemeKfW 261 + IBB Berlin
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Berliner Altbautypen: Was steckt in Ihrem Gebäude?

Jede Berliner Altbauepoche hat ihre eigenen SHK-Herausforderungen. Wir kennen alle drei – und wissen, was technisch möglich ist.

1870–1918

Gründerzeit

Der klassische Berliner Altbau: hohe Stuckdecken (3–4 m), Parkett, tiefe Keller. Heizungsseitig typischerweise Einrohr-Systeme mit Schwerkraftumlauf und gusseisernen Heizkörpern. Wasserversorgung häufig noch mit Bleirohren (Baujahr vor 1914 fast immer). Gasthermen aus den 1980–90ern als Nachrüstung häufig vorzufinden.

Einrohr-HeizungBleirohre möglichGusseisen-HeizkörperEnge Schächte
1919–1944

Weimarer Republik & Vorkrieg

Sachlicherer Baustil, erste Zweirohr-Heizungssysteme, frühe Zentralheizungen. Rohrleitungen aus verzinktem Stahl (Korrosion nach 80+ Jahren ein Thema). Asbestdichtungen an Heizungspumpen und -verbindern möglich. In dieser Epoche wurden erstmals Bäder als eigenständige Räume gebaut.

Zweirohr-HeizungVerzinkte StahlleitungenAsbest möglichFrühe Bäder
1945–1975

Nachkrieg & frühe Moderne

Funktionalistische Blocks und Zeilenbau, oft Fernwärme-Anbindung oder Zentralheizung mit Ölkessel. PVC-Rohre früher Bauart mit Weichmachern. KMF-Dämmmaterial (Mineralwolle der ersten Generation) in Leitungsschächten. Häufig Plattenbau-Nasszellen zum Komplettaustausch geeignet.

Fernwärme / ÖlheizungFrühe PVC-RohreKMF-DämmmaterialNasszellen-Austausch

Typische Herausforderungen bei der Berliner Altbausanierung

Denkmalschutz

Ca. 30 % aller Berliner Altbauten stehen unter Denkmalschutz oder liegen in Milieuschutzgebieten. Das schränkt Fassadenmaßnahmen ein, lässt aber Inneninstallationen weitgehend frei. Wir kennen die Berliner Auflagen und planen denkmalkonforme Lösungen – inkl. Rücksprache mit dem Denkmalamt wenn nötig.

Schadstoffe: Blei, Asbest & KMF

Blei in Trinkwasserleitungen (vor 1940 gebaut, Pflicht zur Sanierung nach Trinkwasserverordnung), Asbest in Dichtungen und Brandschutzplatten (1945–1990), KMF-Mineralwolle in Leitungsschächten (1950–1990). Montali SHK führt eine Schadstoffvorab-Einschätzung durch und koordiniert fachgerechte Entsorgung.

Einrohr-Heizungssysteme

Das Einrohrsystem – bei dem alle Heizkörper in Serie durchflossen werden – ist das größte Hindernis für eine Wärmepumpen-Nachrüstung. Die Lösung: hydraulischer Abgleich, Überströmventile und ggf. Heizkörpertausch gegen größere Niedertemperaturflächen. Wir berechnen die Machbarkeit kostenlos bei der Besichtigung.

Enge Schächte und massive Wände

Berliner Gründerzeit-Wände sind 38–51 cm stark – ein Vorteil für Wärmeschutz, aber eine Herausforderung für neue Leitungsführungen. Montali SHK nutzt wo immer möglich minimalinvasive Verfahren: Relining statt Aufbrechen, Systemrohre im Fußbodenrandbereich statt Schlitze.

Unser SHK-Know-how im Berliner Altbau

Wir haben seit unserer Gründung ausschließlich in Berliner Bestandsgebäuden gearbeitet. Kein Neubau-Standard, sondern echte Altbau-Praxis.

01

Wärmepumpe nachrüsten – auch im Altbau

Luft-Wasser-Wärmepumpen funktionieren heute bereits ab einer Vorlauftemperatur von 55 °C – das reicht für viele Gründerzeitgebäude mit sanierten Heizkörpern. Wir berechnen den Heizlastbedarf nach DIN EN 12831, prüfen das Bestandssystem und planen die Wärmepumpe maßgeschneidert. Bei Einrohrsystemen: hydraulischer Abgleich und Ventil-Nachrüstung inklusive.

02

Bleirohr-Sanierung nach TrinkwV

Bleirohre in Trinkwasserleitungen müssen nach §17 TrinkwV beseitigt werden. Wir sanieren ohne großflächiges Aufbrechen: per Lining-Verfahren (Inliner-Schlauch) oder durch Komplettaustausch der Steigleitungen im Schacht. Alle Arbeiten mit Druckprüfung und Trinkwasseranalyse gemäß DIN EN 806.

03

Rohrsanierung ohne Aufbrechen

Schadhafte Abwasser- und Wasserleitungen lassen sich heute per Inliner (Schlauchlining) oder Roboterfräsverfahren sanieren – ohne Aufbrechen von Böden und Wänden. Besonders im Altbau, wo jede Bodenöffnung aufwändig ist, reduziert das den Aufwand drastisch.

04

Denkmalgerechte Badmodernisierung

Im Denkmalschutzgebäude muss das Bad optisch zur Epoche passen – technisch aber Stand 2026 haben. Wir planen Bäder, die Stuckelemente und historische Fliesen respektieren, gleichzeitig barrierefreie Elemente integrieren und moderne Armaturen verbergen. Auf Wunsch vermitteln wir Restauratoren.

05

Lüftungskonzept ohne Fassadenöffnung

Bei Denkmalgebäuden ist das Einbringen von Lüftungsöffnungen in die Fassade nicht genehmigungsfähig. Die Lösung: dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, die durch bestehende Fensteröffnungen oder Außenwandbohrungen (unsichtbar nach außen) geführt werden.

Förderung für Berliner Altbausanierungen

Für Bestandsgebäude gibt es spezielle Fördertöpfe – teils mit besseren Konditionen als für Neubauten.

BEG EM – Bundesförderung Effiziente Gebäude (Einzelmaßnahmen)

Bis zu 70 %

Für Heizungsaustausch (Wärmepumpe), Lüftungsanlagen und Heizungsoptimierung (hydraulischer Abgleich). Kumulierbar mit anderen Förderprogrammen. Gilt auch im Altbau und bei Denkmalschutz.

Antrag vor Auftragserteilung über Energieeffizienz-Experten

KfW 261 – Bundeskredit Energieeffizient Sanieren

Kredit bis 150.000 €

Zinsgünstiger Kredit für umfassende energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus-Standard. Im Altbau ab KfW 85 möglich. Bei Denkmalschutz-Gebäuden gibt es die Sonderklasse KfW Denkmal mit erleichterten Anforderungen.

Tilgungszuschuss 5–45 % je nach erreichtem Effizienzhaus-Level

IBB Berlin – Wohngebäude-Darlehen

Kredit bis 100.000 € je WE

Die Investitionsbank Berlin (IBB) fördert speziell Berliner Wohngebäude – mit besonders günstigen Konditionen für Altbauten (Baujahr vor 1949). Kombinierbar mit KfW-Mitteln. Antrag über Hausbank.

Zinsbindung 10–30 Jahre, Tilgungsfreiheit möglich

BAFA – Bundesförderung für einzelne Energiesparmaßnahmen

Zuschuss 20–70 %

Ergänzend zur BEG fördert die BAFA energetische Fachplanung, Baubegleitung und Heizungsoptimierungen. Besonders interessant für Vermieter, die energetische Maßnahmen steuerlich nicht absetzen können.

Direkter Zuschuss, nicht zurückzuzahlen

Referenzprojekt: Gründerzeithaus Berlin-Prenzlauer Berg

Danziger Straße, Berlin-Prenzlauer Berg

Gründerzeitbau, Baujahr 1897, 6 Wohneinheiten, 520 m² Wohnfläche

Ein 125 Jahre altes Mietshaus, Einrohr-Heizung noch aus den 1960ern, Bleirohre in allen Steigleitungen, drei Bäder zum Komplettumbau.

Wärmepumpe Luft-Wasser (14 kW) als Ersatz für Gas-Zentralheizung
Hydraulischer Abgleich des Einrohrsystems mit Überströmventilen
Bleirohr-Sanierung aller 3 Steigleitungen per Inliner-Verfahren
Komplettumbau von 3 Bädern (je ca. 8 m²) inkl. bodengleicher Dusche
Dezentrale Lüftungsgeräte in allen sanierten Bädern
BEG 65 % für Heizung + BAFA-Zuschuss für Fachplanung + IBB-Darlehen für Rohrsanierung

Bauzeit

11 Wochen Gesamtbauzeit bei laufendem Mietbetrieb

Ergebnis

Heizkostenreduzierung von ca. 62 % gegenüber dem Vorjahr; alle Wohneinheiten bewohnbar während der gesamten Bauzeit.

Häufige Fragen zur Altbausanierung in Berlin

Ja – aber nur mit dem richtigen Vorabcheck. Entscheidend ist die erreichbare Systemeffizienz (COP) bei der vorhandenen Vorlauftemperatur. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten bis 60 °C effizient – das reicht für viele Gründerzeit-Heizkörper nach hydraulischem Abgleich. Montali SHK berechnet die Heizlast nach DIN EN 12831 und gibt eine ehrliche Einschätzung: Wenn eine Wärmepumpe wirtschaftlich keinen Sinn ergibt, sagen wir das.

Wärmepumpen-Nachrüstung im Altbau: 20.000–55.000 € (je nach Gebäudegröße), nach BEG-Förderung ab ca. 9.000 € Eigenanteil. Bleirohr-Sanierung (Steigleitung): 3.000–8.000 € je Strang. Badsanierung (Altbau, ca. 8 m²): 9.000–20.000 €. Für ein ganzes Mehrfamilienhaus (6 WE) mit allen Maßnahmen: 80.000–180.000 € brutto, nach Förderung ca. 40.000–90.000 €.

Blei: In Trinkwasserleitungen aller Gebäude gebaut vor ca. 1940 – nachweisbar mit einem Wassertest (ca. 30 €). Asbest: In Dichtungen an Heizungspumpen und Flanschverbindungen von 1945–1990, sowie in Feuerschutzplatten. KMF-Mineralwolle: In Dämmung von Leitungsschächten und Kellerdecken von 1950–1990. Vor jeder Sanierung machen wir eine kostenlose Schadstoff-Sichtprüfung.

Ja. Denkmalschutz beschränkt primär die Außenhülle (Fassade, Fenster, Dach). Haustechnische Maßnahmen im Innenbereich – also Heizung, Sanitär, Leitungen – sind i.d.R. genehmigungsfrei oder nach einfacher Anzeige beim Denkmalamt möglich. Für die Wärmepumpen-Außeneinheit brauchen Sie eine Baugenehmigung, die wir bei der Planung berücksichtigen.

Nein. Das Inliner/Lining-Verfahren ermöglicht die Sanierung ohne Aufbrechen: Ein beschichteter Schlauch wird in das bestehende Rohr eingezogen und ausgehärtet – das Ergebnis ist ein neues Innenrohr. Das Verfahren ist nach DVGW-Merkblatt W 546 zugelassen. Alternativ: Austausch der gesamten Steigleitung im Schacht, sofern der Schacht zugänglich ist – oft die wirtschaftlichere Lösung.

Ja. Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat spezielle Programme für Berliner Wohngebäude Baujahr vor 1949. Das IBB-Wohngebäude-Darlehen läuft bis 100.000 € pro Wohneinheit mit besonders günstigen Zinsen und langen Tilgungsfreiheiten. Kombinierbar mit BEG und KfW 261. Wir bereiten die Förderunterlagen für Sie vor.

Das ist von Haus zu Haus unterschiedlich. Beim hydraulischen Abgleich ermitteln wir, welche Heizkörper die geforderte Wärmeleistung auch bei niedrigerer Vorlauftemperatur (z.B. 50 statt 70 °C) noch liefern. Oft müssen nur 20–30 % der Heizkörper getauscht werden – meist in Nord-Räumen oder dem Bad. Heizkörpertausch kostet ca. 300–600 € pro Stück inkl. Einbau.

Heiztechnisch gesehen: Heizung zuerst. Warum? Eine neue Wärmepumpe wird auf den aktuellen Gebäudezustand ausgelegt. Wenn Sie danach dämmen, wird die Anlage überdimensioniert (schlechterer Wirkungsgrad). Umgekehrt: Zuerst dämmen, dann Heizung anpassen – das ist energetisch und wirtschaftlich optimaler. Wenn nur die Heizung gewechselt wird (ohne weitere Hüllsanierung), spricht nichts gegen sofortige Umsetzung.

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Wir kommen zu Ihnen, schauen uns den Bestand an und geben eine ehrliche Einschätzung – was technisch machbar ist, was sinnvoll ist und wie viel Förderung Sie bekommen können.

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