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Sanierung & Umbau 7 Min.

Wohnung sanieren in Berlin: Ablauf mit einem Generalunternehmer

Ozan Özdemir · 8. Juli 2026
Sanierte Altbauwohnung in Berlin mit neuen Leitungen und frisch verputzten Wänden
Sie planen mehr als ein Gewerk?Komplettsanierung in Berlin anfragen

Wohnung sanieren in Berlin ist ein Vorhaben, das viele Eigentümer und Selbstnutzer unterschätzen. Wer in einem Gründerzeitbau in Prenzlauer Berg oder einem Nachkriegsbau in Charlottenburg saniert, hat es schnell mit fünf oder mehr Gewerken gleichzeitig zu tun: Heizung, Sanitär, Elektro, Trockenbau, Malerarbeiten. Die Koordination all dieser Betriebe kostet Zeit, Nerven und oft mehr Geld als geplant. Ein Generalunternehmer übernimmt genau diese Steuerung aus einer Hand.

In diesem Artikel erklären wir, wie eine Komplettsanierung mit Generalunternehmer in Berlin konkret abläuft, was sie kostet, wann sie sich lohnt und was Sie bei der Planung beachten sollten.

Kosten für die Wohnungssanierung in Berlin

Die Kosten hängen stark vom Zustand der Wohnung, dem Sanierungsumfang und der Lage ab. Als Orientierung können Sie mit folgenden Werten rechnen:

Eine Teilsanierung einzelner Bereiche (zum Beispiel Bad und Heizung) liegt oft bei etwa 15.000 bis 40.000 Euro. Eine umfassende Komplettsanierung einer 80-Quadratmeter-Wohnung im Berliner Altbau kostet häufig zwischen 60.000 und 120.000 Euro, manchmal mehr, wenn die Bausubstanz aufwendige Vorarbeiten erfordert.

Der Quadratmeterpreis bei einer Komplettsanierung bewegt sich in Berlin je nach Ausstattungsniveau und Zustand der Wohnung zwischen etwa 600 und 1.500 Euro pro Quadratmeter. Einfache Sanierungen mit Standardmaterial liegen eher am unteren Ende, hochwertige Sanierungen mit energetischen Maßnahmen, neuen Leitungen und modernem Bad am oberen.

Diese Zahlen sind Orientierungswerte und keine Festpreise. Ein verbindliches Angebot ist erst nach einem Vor-Ort-Termin und einer detaillierten Bestandsaufnahme möglich. Die Kosten können je nach Befund erheblich abweichen.

Wann lohnt sich eine Komplettsanierung über einen Generalunternehmer?

Nicht jede Sanierung braucht zwingend einen Generalunternehmer. Wenn Sie nur das Bad erneuern oder die Heizung tauschen, reicht oft ein einzelner SHK-Betrieb. Ein Generalunternehmer lohnt sich dann, wenn:

Mehrere Gewerke gleichzeitig oder in enger Abfolge anfallen. Beispiel: Neue Leitungen (Heizung, Wasser, Elektro) erfordern Stemmarbeiten, danach Trockenbau, dann Malerarbeiten. Wenn diese Abfolge nicht stimmt, entstehen Wartezeiten und Mehrkosten.

Sie selbst wenig Zeit haben, die Baustelle zu koordinieren. In Berlin arbeiten viele Eigentümer beruflich voll und können nicht täglich auf der Baustelle sein. Der Generalunternehmer übernimmt die Bauleitung.

Sie eine vermietete Wohnung zwischen zwei Mietverhältnissen sanieren und ein enges Zeitfenster haben. Hier zählt jede Woche, und ein koordinierter Ablauf ist entscheidend.

Die Wohnung in einem Altbau liegt und unbekannte Mängel zu erwarten sind. Gründerzeithäuser in Kreuzberg oder Friedrichshain verbergen oft alte Bleirohre, feuchte Wände oder unzureichende Elektroinstallationen. Wer diese Gewerke separat vergibt, riskiert, dass jeder Betrieb auf den anderen wartet.

Varianten: Generalunternehmer, Einzelvergabe oder Eigenleistung

Bei der Wohnungssanierung in Berlin gibt es im Wesentlichen drei Wege:

Einzelvergabe an verschiedene Betriebe: Sie beauftragen jeden Handwerker separat und koordinieren selbst. Das kann günstiger sein, wenn Sie viel Zeit mitbringen und Erfahrung mit Bauprojekten haben. Das Risiko: Schnittstellenprobleme, Wartezeiten und keine klare Verantwortung, wenn etwas schiefläuft.

Generalunternehmer: Ein Betrieb übernimmt die gesamte Koordination. Sie haben einen Ansprechpartner, einen Gesamtvertrag und eine klare Verantwortlichkeit. Der Generalunternehmer beauftragt Subunternehmer oder hat eigene Fachkräfte. Das ist in der Regel etwas teurer als die Einzelvergabe, spart aber Zeit und Nerven.

Eigenleistung in Teilen: Manche Eigentümer übernehmen Malerarbeiten oder Abrissarbeiten selbst, um Kosten zu sparen. Das ist möglich, sollte aber vorab mit dem Generalunternehmer abgestimmt werden, damit der Zeitplan passt.

Für die meisten Berliner Eigentümer, die erstmals eine Wohnung umfassend sanieren, ist der Generalunternehmer die sicherere Wahl. Die etwas höheren Kosten amortisieren sich oft durch kürzere Bauzeiten und weniger Ärger.

Ablauf: So läuft eine Wohnungssanierung mit Generalunternehmer in Berlin

Ein strukturierter Ablauf sieht in der Praxis so aus:

Schritt 1: Erstberatung und Bestandsaufnahme. Der Generalunternehmer besichtigt die Wohnung, erfasst den Zustand aller Gewerke und bespricht Ihre Ziele. Dabei werden auch energetische Ziele (zum Beispiel neue Heizung, bessere Dämmung) und Fördermöglichkeiten besprochen.

Schritt 2: Angebot und Leistungsverzeichnis. Sie erhalten ein detailliertes Angebot mit allen Positionen. Achten Sie darauf, dass das Leistungsverzeichnis klar beschreibt, was enthalten ist und was nicht. Unklare Positionen führen später zu Nachträgen.

Schritt 3: Planung und Genehmigungen. Bestimmte Maßnahmen erfordern in Berlin eine Baugenehmigung oder müssen beim Bezirksamt angezeigt werden, zum Beispiel Eingriffe in die Tragstruktur. In Mietwohnungen oder WEG-Einheiten sind zudem Abstimmungen mit Verwaltern oder der Eigentümergemeinschaft nötig. Der Generalunternehmer klärt, was erforderlich ist.

Schritt 4: Bauablauf und Koordination. Die Gewerke werden in der richtigen Reihenfolge abgearbeitet: zuerst Abbruch und Rohbauarbeiten, dann Installationen (Heizung, Sanitär, Elektro), danach Trockenbau und Estrich, schließlich Fliesen, Malerarbeiten und Bodenbelag. Der Generalunternehmer steuert diese Abfolge und ist Ihr täglicher Ansprechpartner.

Schritt 5: Abnahme und Dokumentation. Am Ende steht eine gemeinsame Abnahme. Mängel werden protokolliert und nachgearbeitet. Bei energetischen Maßnahmen erhalten Sie die notwendigen Nachweise für Förderprogramme.

Schritt 6: Übergabe und Gewährleistung. Nach der Abnahme beginnt die gesetzliche Gewährleistungsfrist. Beim Generalunternehmer haben Sie einen Ansprechpartner für alle Gewährleistungsansprüche, nicht mehrere einzelne Betriebe.

Förderung bei der Wohnungssanierung in Berlin

Bei energetischen Sanierungsmaßnahmen gibt es in Deutschland verschiedene Förderprogramme, die auch für Berliner Eigentümer relevant sind (Stand 2026, unter Vorbehalt):

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Über die KfW und das BAFA werden Maßnahmen wie neue Heizungsanlagen, Dämmung, Fenster und Lüftungsanlagen gefördert. Die Förderquoten und Obergrenzen ändern sich regelmäßig. Aktuelle Konditionen bitte direkt bei der KfW oder dem BAFA prüfen.

Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP): Wer einen geförderten Sanierungsfahrplan erstellen lässt, kann bei einzelnen Maßnahmen einen zusätzlichen Bonus erhalten. Der iSFP hilft außerdem, die Sanierung sinnvoll zu priorisieren und in Etappen zu planen.

Investitionsbank Berlin (IBB): Die IBB bietet eigene Förderprogramme für Berliner Eigentümer an, unter anderem für energetische Sanierungen. Auch hier gilt: Konditionen direkt bei der IBB prüfen, da sich Programme und Bedingungen ändern können.

Wichtig: Förderanträge müssen in der Regel vor Baubeginn gestellt werden. Wer erst nach Abschluss der Arbeiten einen Antrag stellt, geht in den meisten Fällen leer aus. Lassen Sie sich daher frühzeitig beraten, welche Programme für Ihr Vorhaben infrage kommen.

Häufige Fragen zur Wohnungssanierung in Berlin

Was kostet eine Komplettsanierung einer Wohnung in Berlin?

Die Kosten hängen stark vom Zustand der Wohnung und dem Sanierungsumfang ab. Als Orientierung liegen die Kosten für eine Komplettsanierung einer 80-Quadratmeter-Wohnung im Berliner Altbau häufig zwischen 60.000 und 120.000 Euro. Verbindliche Preise sind erst nach einer Bestandsaufnahme vor Ort möglich.

Was macht ein Generalunternehmer bei der Wohnungssanierung?

Ein Generalunternehmer übernimmt die Koordination aller beteiligten Gewerke, von Heizung und Sanitär über Elektro bis zu Trockenbau und Malerarbeiten. Er ist Ihr einziger Ansprechpartner, steuert den Bauablauf und trägt die Verantwortung für das Gesamtergebnis.

Brauche ich für die Wohnungssanierung in Berlin eine Genehmigung?

Das hängt vom Umfang der Maßnahmen ab. Rein innenraumseitige Arbeiten wie Bad, Heizung oder Malerarbeiten sind in der Regel genehmigungsfrei. Eingriffe in die Tragstruktur oder Änderungen an der Fassade können genehmigungspflichtig sein. In Mietwohnungen oder WEG-Einheiten sind außerdem Abstimmungen mit Verwaltern oder der Eigentümergemeinschaft nötig. Im Zweifel fachlich oder rechtlich prüfen lassen.

Welche Förderung gibt es für die Wohnungssanierung in Berlin?

Bei energetischen Maßnahmen kommen die BEG-Programme von KfW und BAFA sowie Förderprogramme der Investitionsbank Berlin (IBB) infrage (Stand 2026). Förderanträge müssen in der Regel vor Baubeginn gestellt werden. Aktuelle Konditionen bitte direkt bei den jeweiligen Stellen prüfen.

Wie lange dauert eine Komplettsanierung einer Wohnung?

Bei einer umfassenden Sanierung einer 80-Quadratmeter-Wohnung sollten Sie in Berlin realistisch mit einer Bauzeit von acht bis sechzehn Wochen rechnen, je nach Umfang und Verfügbarkeit der Gewerke. Ein Generalunternehmer kann durch koordinierten Ablauf oft kürzere Gesamtzeiten erreichen als bei Einzelvergabe.

Kann ich während der Sanierung in der Wohnung wohnen?

Bei einer Komplettsanierung ist das in den meisten Fällen nicht möglich oder sehr eingeschränkt. Besonders wenn Estrich, Heizung und Sanitär gleichzeitig erneuert werden, ist die Wohnung für mehrere Wochen nicht bewohnbar. Planen Sie eine Ausweichmöglichkeit ein.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Sie planen, Ihre Wohnung in Berlin zu sanieren, und möchten wissen, was auf Sie zukommt? Sprechen Sie uns an. Montali begleitet Eigentümer und Selbstnutzer in Berlin von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Abnahme, koordiniert alle Gewerke und berät Sie auch zu möglichen Förderprogrammen. Melden Sie sich für ein unverbindliches Erstgespräch, wir schauen uns Ihre Wohnung gerne vor Ort an und erklären Ihnen, welche Schritte sinnvoll sind.

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