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Fassadendämmung Berlin

Fassadendämmung in Berlin mit WDVS

Das Wärmedämmverbundsystem ist die wirksamste Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle. Wir übernehmen Gerüst, Dämmung, Armierung, Oberputz und alle Anschlussdetails in einem Vertrag und klären vorher, ob Ihre Fassade baurechtlich überhaupt frei ist.

150 bis 250 €/m² inkl. GerüstBEG-Zuschuss 15 bis 20 %Beschlussvorlage für die WEG

Ein Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS, besteht aus Dämmplatten, die auf die Außenwand geklebt und gedübelt werden, einer Armierungsschicht mit eingebettetem Gewebe und einem Oberputz. Über die Außenwände verliert ein ungedämmtes Berliner Wohnhaus den größten Einzelanteil seiner Heizwärme, deshalb bringt keine andere Einzelmaßnahme so viel. Gleichzeitig ist es die teuerste und die genehmigungsintensivste Maßnahme an der Gebäudehülle.

In Berlin entscheidet meist nicht die Technik, sondern das Baurecht. Ein großer Teil des Bestands stammt aus der Gründerzeit, hat eine gegliederte Stuckfassade und steht entweder unter Denkmalschutz oder in einem Erhaltungsgebiet nach Milieuschutz. Wir prüfen diese beiden Punkte, bevor wir ein Angebot schreiben, damit Sie nicht in eine Planung investieren, die der Bezirk am Ende nicht genehmigt.

Kommt die Straßenfassade nicht in Frage, bleiben in der Praxis die Hof- und Giebelfassade, das Dach, die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke. Diese Kombination bringt an vielen Berliner Altbauten einen erheblichen Teil der möglichen Einsparung, ohne dass die geschützte Schauseite angetastet wird. Eine Innendämmung führen wir nicht aus.

Auf einen Blick

Richtwert
150 bis 250 Euro je m² Fassade
Bauzeit Mehrfamilienhaus
4 bis 8 Wochen ab Gerüststellung
Förderung
15 %, mit Sanierungsfahrplan 20 %
Genehmigung
bei Denkmalschutz und Milieuschutz nötig
WEG
Beschluss erforderlich, Gemeinschaftseigentum
Wohnung nutzbar
durchgehend bewohnbar

Welcher Dämmstoff an Ihre Fassade gehört

Die Wahl entscheidet über Preis, Brandverhalten und Feuchteverhalten der Wand. Wir empfehlen nach Gebäudehöhe, Wandaufbau und Anforderung der Eigentümergemeinschaft.

EPS, expandiertes Polystyrol

150 bis 200 €/m²

Der Standardaufbau und die günstigste Variante. Leicht zu verarbeiten, geringes Gewicht, an der überwiegenden Zahl der Berliner Zeilenbauten und Nachkriegsbauten die wirtschaftlichste Lösung.

  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Geringes Eigengewicht
  • Brandriegel ab bestimmter Gebäudehöhe

Mineralwolle

180 bis 240 €/m²

Nicht brennbar und diffusionsoffener als EPS. Erste Wahl bei hohen Gebäuden, bei erhöhten Brandschutzanforderungen und immer dann, wenn die Eigentümergemeinschaft auf einen nicht brennbaren Aufbau besteht.

  • Baustoffklasse A1, nicht brennbar
  • Besserer Schallschutz
  • Diffusionsoffener Aufbau

Holzfaser

210 bis 280 €/m²

Der ökologische Aufbau mit dem besten sommerlichen Hitzeschutz, weil die Wand die Tageshitze länger puffert. Die teuerste Variante, sinnvoll bei Holzbau und bei bewusst ökologischer Sanierung.

  • Sehr guter sommerlicher Hitzeschutz
  • Nachwachsender Rohstoff
  • Hohe Wärmespeicherfähigkeit

Was Fassadendämmung in Berlin kostet

Die Summe der Positionen ergibt die Spanne von 150 bis 250 Euro je Quadratmeter. Wo Sie in dieser Spanne landen, hängt vor allem von der Gliederung der Fassade und von der Erreichbarkeit ab.

PositionRichtwertWas darin steckt
Gerüst8 bis 15 €/m²Auf- und Abbau, Standzeit, Schutznetz. In engen Hoflagen und bei langer Standzeit am oberen Rand.
WDVS inklusive Montage110 bis 190 €/m²Dämmplatte, Kleber, Dübel, Armierungsschicht mit Gewebe und Oberputz. Der Dämmstoff bestimmt hier die Spanne.
Anschlussdetails20 bis 45 €/m²Fensterbänke verlängern, Rollladenkästen dämmen, Laibungen, Sockelabschluss, Attika und Dachüberstand anpassen.
Planung, Nachweise und Förderabwicklung5 bis 10 % der BausummeAufmaß, U-Wert-Nachweis, Abstimmung mit dem Bezirk, BEG-Antrag und Fachunternehmererklärung.

Alle Angaben sind Richtwerte für Berliner Wohngebäude, Stand August 2026. Stuckprofile, viele Fensterlaibungen, Balkone und schwer erreichbare Hoflagen treiben den Preis nach oben, große zusammenhängende Flächen ohne Gliederung nach unten. Verbindlich wird der Preis erst nach dem Aufmaß vor Ort.

Was in Berlin baurechtlich zu klären ist

Denkmalschutz: Ist das Gebäude als Baudenkmal eingetragen, scheidet eine Außendämmung der Schauseite in aller Regel aus, weil Stuck, Gesimse und Fensterfaschen erhalten bleiben müssen. Hof- und Giebelfassade sind davon oft nicht betroffen und lassen sich trotzdem dämmen.

Milieuschutz: In den Erhaltungsgebieten nach dem sozialen Erhaltungsrecht ist eine Außendämmung genehmigungspflichtig, weil sie als bauliche Veränderung gilt. Die Bezirke prüfen dabei auch, wie stark die Miete nach der Modernisierung steigt. Eine Maßnahme, die auf den gesetzlich geforderten Standard führt, ist in der Regel genehmigungsfähig, ein darüber hinausgehender Luxusausbau nicht.

Grenzbebauung: Viele Berliner Altbauten stehen direkt auf der Grundstücksgrenze. Nach dem Berliner Nachbarrechtsgesetz muss der Nachbar den Überbau durch eine nachträgliche Wärmedämmung dulden, wenn das zu dämmende Gebäude bereits steht. Der Bundesgerichtshof hat diese Berliner Regelung bestätigt. Der Nachbar kann dafür eine Entschädigung verlangen und den Rückbau fordern, wenn er selbst an die Grenzwand anbauen will. Wir stimmen das vor Baubeginn schriftlich ab.

Eigentümergemeinschaft: Die Außenwand ist Gemeinschaftseigentum, daher braucht es einen Beschluss der WEG. Wir liefern Aufmaß, Festpreis, Kosten je Wohneinheit, erwartete Fördersumme und Bauzeitenplan in einer Form, die Sie direkt in die Eigentümerversammlung geben können.

Was in unserem Angebot enthalten ist

  • Aufmaß vor Ort und Aufnahme des vorhandenen Wandaufbaus
  • Prüfung von Denkmalschutz, Milieuschutz und Erhaltungssatzung
  • Empfehlung von Dämmstoff und Dämmstärke mit U-Wert-Nachweis
  • Gerüststellung inklusive Auf- und Abbau
  • Untergrundvorbereitung, Kleben und Dübeln der Dämmplatten
  • Armierungsschicht mit eingebettetem Gewebe
  • Oberputz in der abgestimmten Struktur und Farbe
  • Verlängerung der Fensterbänke und Anpassung der Rollladenkästen
  • Laibungen, Sockelabschluss und Anschluss an den Dachüberstand
  • BEG-Antrag vor Auftragsvergabe und Fachunternehmererklärung
  • Beschlussvorlage und Kostenaufstellung je Wohneinheit für die WEG
  • Abnahme mit Dokumentation für die Förderstelle

Förderung für die Fassadendämmung

Die Dämmung der Außenwand wird über die BEG-Einzelmaßnahmen mit 15 Prozent bezuschusst, unabhängig davon, ob gleichzeitig die Heizung getauscht wird. Wer die Maßnahme aus einem individuellen Sanierungsfahrplan umsetzt, erhält 5 Prozentpunkte mehr und kommt damit auf 20 Prozent.

Für Anträge ab dem 21. Juli 2026 gilt dieser iSFP-Bonus allerdings erst ab 30.000 Euro förderfähigen Kosten. Am Mehrfamilienhaus ist diese Schwelle praktisch immer erreicht, am Einfamilienhaus oft nicht. Förderfähig sind 30.000 Euro je Wohneinheit, mit Sanierungsfahrplan 60.000 Euro. In einem Haus mit zwölf Wohnungen summiert sich das entsprechend.

Für Objekte in Berlin kommt die Investitionsbank Berlin als ergänzende Landesförderung hinzu, außerdem der ENEO-Zuschuss zur Energieberatung. Entscheidend ist die Reihenfolge: Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein. Stand August 2026, wir prüfen die Konditionen vor jeder Beauftragung erneut.

15 bis 20 %

Zuschuss auf die Gebäudehülle

Sanierungsfahrplan für 20 Prozent

Häufige Fragen zur Fassadendämmung in Berlin

Der Richtwert für ein komplettes Wärmedämmverbundsystem liegt bei 150 bis 250 Euro je Quadratmeter Fassadenfläche, inklusive Gerüst, Dämmplatte, Armierung und Oberputz. EPS liegt am unteren Rand, Mineralwolle in der Mitte, Holzfaser am oberen Rand. Nach oben wirken außerdem Stuckprofile, viele Fensterlaibungen, Balkone und enge Hoflagen. Verbindlich wird der Preis erst nach dem Aufmaß vor Ort.

An Berliner Bestandsgebäuden liegt die übliche Dämmstärke bei 12 bis 20 Zentimetern. Der Gesetzgeber fordert für die geänderte Außenwand einen Wärmedurchgangskoeffizienten von höchstens 0,24 W/(m²K), die BEG-Förderung setzt mit 0,20 W/(m²K) einen strengeren Wert an. Da die Förderung an den strengeren Wert gekoppelt ist, planen wir in der Regel darauf.

Rein über die Heizkostenersparnis amortisiert sich eine Fassadendämmung langsam, typischerweise über deutlich mehr als zehn Jahre. Wirtschaftlich wird sie vor allem in zwei Fällen: wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss, weil dann nur die Differenz zwischen Anstrich und Dämmpaket zählt, und wenn anschließend eine Wärmepumpe eingebaut wird, die dank geringerem Wärmebedarf kleiner ausfallen kann. Dazu kommen der bessere Schallschutz und die Aufwertung des Objekts.

Ja. Die Außenwand gehört zum Gemeinschaftseigentum, daher ist ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft nötig. Wir bereiten die Entscheidungsgrundlage auf: Festpreis nach Aufmaß, Kosten je Wohneinheit, erwartete Fördersumme, Bauzeitenplan und bei vermieteten Einheiten die Einordnung, welcher Anteil nach Abzug der Förderung überhaupt umlagefähig ist.

Beide müssen mit. Die Fensterbänke werden verlängert oder ersetzt, damit sie über die neue Dämmebene hinausragen und das Wasser sauber abgeführt wird. Alte Rollladenkästen sind eine klassische Wärmebrücke und werden gedämmt oder ersetzt. Diese Anschlussarbeiten machen 20 bis 45 Euro je Quadratmeter aus und sind in unserem Angebot enthalten, weil genau hier sonst die Nachträge entstehen.

In Berlin ja, unter Voraussetzungen. Das Berliner Nachbarrechtsgesetz verpflichtet den Nachbarn, den Überbau durch eine nachträglich angebrachte Wärmedämmung zu dulden, wenn das zu dämmende Gebäude bereits steht. Der Bundesgerichtshof hat diese Regelung bestätigt. Der duldungspflichtige Nachbar kann eine Entschädigung verlangen, und er kann den Rückbau fordern, sobald er selbst an die Grenzwand anbauen möchte. Wir klären das vor Baubeginn schriftlich mit dem Nachbarn.

Bei einem Berliner Mehrfamilienhaus mit rund 600 Quadratmetern Fassadenfläche rechnen wir mit vier bis acht Wochen ab Gerüststellung. Maßgeblich sind die Trocknungszeiten der Putzschichten, die Witterung und der Umfang der Anschlussarbeiten. Die Wohnungen bleiben während der gesamten Bauzeit bewohnbar.

Eine fachgerechte Außendämmung senkt das Schimmelrisiko, weil die Innenoberfläche der Außenwand wärmer wird und Feuchtigkeit dort nicht mehr kondensiert. Probleme entstehen an ungedämmt gebliebenen Wärmebrücken wie Balkonplatten, Laibungen oder Rollladenkästen und dann, wenn das Gebäude deutlich dichter wird, ohne dass sich das Lüftungsverhalten anpasst. Wir planen die Anschlussdetails deshalb mit und sprechen bei sehr dichten Hüllen über eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

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Wir nehmen die Fassade vor Ort auf, klären Denkmalschutz und Milieuschutz und legen einen Festpreis samt Fördersumme vor.

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