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Energie & Förderung 9 Min.

GEG 2026: Was sich für Berliner Hauseigentümer ändert

Cem Özdilmac · 6. März 2026

GEG 2026: Der Fahrplan für Berliner Eigentümer

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), oft vereinfachend als „Heizungsgesetz" bezeichnet, verändert die Spielregeln für Hauseigentümer in Deutschland. Für Berlin gibt es besondere Aspekte, die wir hier aufschlüsseln.

Die wichtigsten Regelungen im Überblick

Ab 2024: Neue Heizungen in Neubaugebieten

In ausgewiesenen Neubaugebieten muss jede neu eingebaute Heizung mindestens 65% erneuerbare Energien nutzen. Das betrifft in Berlin vor allem die Entwicklungsgebiete.

Ab 2026: Kommunale Wärmeplanung entscheidet

Berlin muss bis Mitte 2026 seine kommunale Wärmeplanung vorlegen. Diese bestimmt, welche Gebiete an ein Wärmenetz angeschlossen werden und wo individuelle Lösungen (Wärmepumpe, Biomasse) sinnvoll sind. Erst nach Veröffentlichung der Wärmeplanung greifen die 65%-Pflicht auch im Bestand.

Was bedeutet die 65%-Regel konkret?

Wenn Ihre bestehende Heizung irreparabel kaputtgeht, haben Sie eine Übergangsfrist von 5 Jahren (bei Gasetagen-Heizungen: 13 Jahre), in der Sie eine Übergangslösung nutzen dürfen. Danach muss die neue Heizung die 65%-Regel erfüllen. In der Praxis heißt das: Wärmepumpe, Fernwärme, Biomasse, Hybridheizung (Wärmepumpe + Gas-Spitzenlast) oder Solarthermie-Hybride.

Was Berliner Eigentümer JETZT tun sollten

1. Heizung prüfen lassen: Wie alt ist Ihre Anlage? Planen Sie den Tausch proaktiv statt im Havariefall.

2. Förderung nutzen: Die aktuelle BEG-Förderung ist historisch großzügig. Bis zu 70% Zuschuss für den Heizungstausch – das wird nicht ewig so bleiben.

3. Gebäude analysieren: Ein Energieberater oder SHK-Meisterbetrieb kann Ihnen sagen, welche Maßnahmen für Ihr Gebäude sinnvoll und wirtschaftlich sind.

4. Wärmeplanung beobachten: Verfolgen Sie die kommunale Wärmeplanung Ihres Bezirks. Wenn Ihr Gebiet für Fernwärme vorgesehen ist, beeinflusst das Ihre Investitionsentscheidung.

Unsere Einschätzung

Das GEG ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund zum Handeln. Die Förderlandschaft war noch nie so attraktiv, und die Technologie – insbesondere bei Wärmepumpen – hat enorme Fortschritte gemacht. Wer jetzt plant, spart langfristig Energie und Geld und vermeidet den Stress eines ungeplanten Heizungsausfalls.

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