Berlin-Mitte
Wärmedämmung in Mitte
Kaum ein Bezirk mischt so viele Bauepochen wie Mitte. Zwischen Museumsinsel und Alexanderplatz entscheidet der Gebäudetyp darüber, ob eine Außendämmung überhaupt in Frage kommt.
Berlin-Mitte hat keinen einheitlichen Gebäudebestand, sondern mindestens vier: historische Substanz rund um Hackeschen Markt und Museumsinsel, DDR-Wohnungsbau am Alexanderplatz und auf der Fischerinsel, Lückenschlüsse der 1990er Jahre und Neubau der 2000er. Jede dieser Gruppen verlangt eine andere Antwort auf die Frage, welches Bauteil zuerst gedämmt wird.
Beim DDR-Wohnungsbau ist die Sache technisch einfach: große, glatte, ungegliederte Fassadenflächen ohne Schmuckelemente sind der Idealfall für ein Wärmedämmverbundsystem. Hier lässt sich viel Fläche in kurzer Zeit dämmen, und die Einsparung ist entsprechend hoch. Bei den historischen Bauten in den geschützten Ensembles gilt dagegen dasselbe wie in Charlottenburg: außen an der Schauseite geht meist nichts.
Neubauten ab etwa 2002 haben bereits eine Dämmung, die den damaligen Anforderungen entspricht. Hier lohnt eine Nachdämmung der Fassade selten. Sinnvoll bleiben oft die Kellerdecke und die Dämmung freiliegender Leitungen, weil beide gerne vergessen wurden.
Gebäudebestand in Mitte
- Vorherrschende Bauepochen
- Historische Substanz, DDR-Wohnungsbau, Neubau ab 1995
- Typischer Wandaufbau
- Vollziegel im Altbau, Betongroßtafel im DDR-Bau
- Eigentümerstruktur
- WEG, Wohnungsbaugesellschaften und institutionelle Eigentümer
- Größter Dämmhebel
- WDVS am DDR-Wohnungsbau, Keller und Dach im Altbau
Was sich in Mitte rechnet
Vier Maßnahmen, die zum Gebäudebestand des Bezirks passen. Welche zuerst drankommt, klären wir im Aufmaß.
WDVS am Plattenbau
Glatte Betongroßtafelfassaden ohne Gliederung sind der wirtschaftlichste Fall. Große zusammenhängende Flächen bedeuten niedrige Quadratmeterpreise und kurze Bauzeit je Fläche.
Hoffassade im geschützten Ensemble
Wo die Straßenseite unter Schutz steht, bleibt die Hofseite. In den engen Höfen von Mitte planen wir die Gerüststellung und die Anlieferung besonders sorgfältig.
Oberste Geschossdecke
Beim Altbau die günstigste Maßnahme und unabhängig von jedem Genehmigungsverfahren, weil sie von außen nicht sichtbar ist.
Kellerdecke und Leitungen
Auch an Neubauten der 1990er häufig übersehen. Schnell nachgeholt, ohne Gerüst und ohne Baustelle in der Wohnung.
Genehmigung und Förderung in Mitte
In Mitte überlagern sich Denkmalschutz und mehrere Erhaltungsgebiete. Rund um die Spandauer Vorstadt und die Museumsinsel ist der Schutzstatus dicht, in den Wohnquartieren östlich davon greift eher der soziale Milieuschutz, der eine Außendämmung genehmigungspflichtig macht und die Mietbelastung nach der Modernisierung prüft. Beides klären wir vor dem Angebot beim zuständigen Bezirksamt. Für Objekte großer Bestandshalter bereiten wir die Unterlagen so auf, dass sie in die interne Investitionsentscheidung passen, inklusive Kosten je Quadratmeter Wohnfläche und erwarteter Fördersumme.
So läuft es ab
Aufmaß und Schutzstatus
Wir nehmen Wandaufbau, Baujahr und vorhandene Dämmung auf und klären, ob Denkmalschutz oder ein Erhaltungsgebiet an Ihrer Adresse greift.
Bauteilempfehlung und Festpreis
Sie erfahren, welches Bauteil sich zuerst rechnet, mit Dämmstoffwahl, U-Wert-Nachweis und einem Festpreis auf Basis des Aufmaßes.
Genehmigung und Förderantrag
Wir übernehmen die Abstimmung mit dem Bezirksamt, bereiten die WEG-Beschlussvorlage auf und stellen den BEG-Antrag vor der Auftragsvergabe.
Ausführung und Abnahme
Gerüst, Dämmung, Armierung, Putz und Anschlussarbeiten laufen in fester Reihenfolge. Zum Schluss gibt es die Unterlagen für die Förderstelle.
Die Bauteile im Detail
Fassadendämmung mit WDVS
Systemaufbau, Dämmstoffwahl und Kosten von 150 bis 250 Euro je Quadratmeter inklusive Gerüst und Putz.
Mehr erfahrenDach und oberste Geschossdecke
Zwischensparren, Aufsparren und Geschossdecke, dazu die gesetzliche Nachrüstpflicht nach einem Eigentümerwechsel.
Mehr erfahrenKellerdecke, Sockel und Einblasdämmung
Die günstigste Maßnahme mit der kürzesten Amortisation, ohne Gerüst und ohne Baustelle in der Wohnung.
Mehr erfahrenHäufige Fragen aus Mitte
Lohnt sich Dämmung am Plattenbau in Mitte?
Ja, und zwar besonders gut. Die Fassaden sind glatt, groß und ungegliedert, es gibt kaum Anschlussdetails, und die Quadratmeterpreise liegen deshalb am unteren Rand der Spanne von 150 bis 250 Euro. Gleichzeitig ist der Ausgangszustand vieler unsanierter Bauten energetisch schlecht, sodass die Einsparung entsprechend hoch ausfällt.
Mein Haus steht in einem Denkmalensemble. Was geht dann?
Ein Ensembleschutz betrifft in erster Linie das äußere Erscheinungsbild zur Straße. Hoffassaden, Giebel, die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke sind davon meist nicht berührt. Wir holen vor dem Angebot die Auskunft der Unteren Denkmalschutzbehörde ein, damit Sie nicht in eine Planung investieren, die am Ende nicht genehmigt wird.
Mein Gebäude ist von 2005. Muss ich überhaupt noch dämmen?
Die Fassade in der Regel nicht, sie erfüllt bereits einen brauchbaren Standard, und eine Nachdämmung amortisiert sich kaum. Prüfenswert bleiben die Kellerdecke und die Dämmung freiliegender Heizungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Räumen. Letztere ist ohnehin gesetzlich vorgeschrieben und wird häufig übersehen.
Wärmedämmung in Mitte anfragen
Wir nehmen Ihr Objekt vor Ort auf, klären den Schutzstatus und legen einen Festpreis samt Fördersumme vor.
Kostenfreies Aufmaß anfragenUnverbindlich · Festpreis nach Aufmaß · Rückmeldung binnen 24 Stunden
