Wärmedämmung Berlin

Berlin-Prenzlauer Berg

Wärmedämmung in Prenzlauer Berg

Rund um Kollwitzplatz und Schönhauser Allee steht der dichteste erhaltene Gründerzeitbestand Deutschlands, und fast überall gilt Milieuschutz. Wir sagen Ihnen vor dem Angebot, was genehmigungsfähig ist.

Prenzlauer Berg ist der Bezirk, in dem die Dämmfrage fast nie an der Technik scheitert, sondern am Verfahren. Der Gründerzeitbestand ist außergewöhnlich geschlossen erhalten, große Teile liegen in Erhaltungsgebieten nach dem sozialen Erhaltungsrecht, und dort ist jede Außendämmung genehmigungspflichtig, weil sie als bauliche Veränderung gilt.

Der Bezirk prüft dabei nicht nur die Optik, sondern auch, wie stark die Miete nach der Modernisierung steigt. Eine Maßnahme, die auf den gesetzlich geforderten Standard führt, ist im Regelfall genehmigungsfähig. Ein darüber hinausgehender Ausbau in Richtung Effizienzhaus wird kritisch gesehen. Wir dimensionieren die Dämmstärke deshalb bewusst auf den Wert, der die Förderung sichert, ohne die Genehmigung zu gefährden.

Dazu kommt eine Besonderheit des Bezirks: Kaum irgendwo wurden so viele Mietshäuser in Eigentumswohnungen umgewandelt und so viele Dachgeschosse ausgebaut. Für die Dämmung heißt das zweierlei. Erstens entscheidet fast immer eine Eigentümergemeinschaft. Zweitens ist die oberste Geschossdecke oft gar nicht mehr verfügbar, weil dort inzwischen gewohnt wird, und die Dachschräge tritt an ihre Stelle.

KollwitzplatzMauerparkSchönhauser Allee

Gebäudebestand in Prenzlauer Berg

Vorherrschende Bauepoche
Gründerzeit, 1880 bis 1910, sehr geschlossen erhalten
Typischer Wandaufbau
Vollziegel 38 bis 51 cm, Stuckfassade zur Straße
Eigentümerstruktur
Überwiegend WEG nach Umwandlung, viele Kleineigentümer
Größter Dämmhebel
Hoffassade, Dachschräge im Ausbau, Kellerdecke

Was sich in Prenzlauer Berg rechnet

Vier Maßnahmen, die zum Gebäudebestand des Bezirks passen. Welche zuerst drankommt, klären wir im Aufmaß.

Hoffassade mit WDVS

Die Hofseite ist schlicht verputzt und in der Regel nicht schutzbedürftig. Sie bleibt der realistische Weg zur Außendämmung im Prenzlauer Berg, sofern das Erhaltungsrecht mitspielt.

Dachschräge beim ausgebauten Dachgeschoss

Wo das Dachgeschoss zur Wohnung wurde, ist die oberste Geschossdecke keine Option mehr. Dann dämmen wir zwischen den Sparren, inklusive Dampfbremse und luftdichter Ebene.

Oberste Geschossdecke, wo noch vorhanden

Ist der Dachboden unausgebaut, bleibt das die schnellste und günstigste Maßnahme, ohne Genehmigungsverfahren und ohne Gerüst.

Kellerdecke im bewohnten Haus

Wird von unten ausgeführt, in der Wohnung entsteht keine Baustelle. Besonders geeignet für Häuser, in denen ein Beschluss zur Fassade absehbar nicht zustande kommt.

Genehmigung und Förderung in Prenzlauer Berg

Der Bezirk Pankow hat für Prenzlauer Berg mehrere soziale Erhaltungsgebiete festgesetzt. Innerhalb dieser Gebiete ist die Außendämmung genehmigungspflichtig, und der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden. Wir übernehmen die Abstimmung mit dem Bezirksamt und legen die geplante Dämmstärke so aus, dass sie einerseits die BEG-Anforderung erfüllt und andererseits nicht als Luxussanierung gewertet wird. Für die Eigentümergemeinschaft bereiten wir Beschlussvorlage, Kosten je Wohneinheit und die Einordnung der Modernisierungsumlage auf. Bei vermieteten Wohnungen ist entscheidend, dass die Förderung von den umlagefähigen Kosten abzuziehen ist.

So läuft es ab

01

Aufmaß und Schutzstatus

Wir nehmen Wandaufbau, Baujahr und vorhandene Dämmung auf und klären, ob Denkmalschutz oder ein Erhaltungsgebiet an Ihrer Adresse greift.

02

Bauteilempfehlung und Festpreis

Sie erfahren, welches Bauteil sich zuerst rechnet, mit Dämmstoffwahl, U-Wert-Nachweis und einem Festpreis auf Basis des Aufmaßes.

03

Genehmigung und Förderantrag

Wir übernehmen die Abstimmung mit dem Bezirksamt, bereiten die WEG-Beschlussvorlage auf und stellen den BEG-Antrag vor der Auftragsvergabe.

04

Ausführung und Abnahme

Gerüst, Dämmung, Armierung, Putz und Anschlussarbeiten laufen in fester Reihenfolge. Zum Schluss gibt es die Unterlagen für die Förderstelle.

Häufige Fragen aus Prenzlauer Berg

Brauche ich in Prenzlauer Berg eine Genehmigung zum Dämmen?

In den sozialen Erhaltungsgebieten ja. Eine Außendämmung gilt dort als bauliche Veränderung und ist genehmigungspflichtig, unabhängig davon, ob das Haus zusätzlich unter Denkmalschutz steht. Ob Ihre Adresse betroffen ist, prüfen wir vor dem Angebot beim Bezirksamt Pankow. Für die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke gilt diese Pflicht nicht, weil sie äußerlich nichts verändern.

Wie dick darf im Milieuschutzgebiet gedämmt werden?

Es gibt keinen festen Zentimeterwert, entscheidend ist der erreichte Standard. Genehmigungsfähig ist regelmäßig eine Maßnahme, die auf das gesetzlich geforderte Niveau führt. Wir planen daher auf den Wärmedurchgangskoeffizienten, den auch die BEG-Förderung verlangt, und dokumentieren das im Antrag. Ein deutlich darüber hinausgehender Ausbau kann als Aufwertung gewertet und abgelehnt werden.

Unser Dachgeschoss ist ausgebaut. Was jetzt?

Dann entfällt die oberste Geschossdecke als günstige Option, weil der Dachraum beheizt wird. An ihre Stelle tritt die Zwischensparrendämmung von innen, mit Richtwerten von 60 bis 120 Euro je Quadratmeter. Zwingend dazu gehören eine dichte Dampfbremse und eine sauber verklebte Luftdichtheitsebene, sonst gelangt Feuchte in die Konstruktion.

Wärmedämmung in Prenzlauer Berg anfragen

Wir nehmen Ihr Objekt vor Ort auf, klären den Schutzstatus und legen einen Festpreis samt Fördersumme vor.

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